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Stellungnahme zur Insolvenz der Firma Honsel

Mit Trauer, Mitgefühl, Empörung und Wut haben die Vorsitzenden der KAB-Ortsvereine im Erzbistum Paderborn zur Kenntnis genommen, dass der Automobilzulieferer Honsel mit Hauptsitz in Meschede (KAB-Bezirk Hochsauerland) und u. a. einem Firmensitz in Soest (KAB-Bezirk Hamm – Soest – Unna) Insolvenz angemeldet hat.

Trauer und Mitgefühl der KAB gelten den rund 4000 Beschäftigten, die nun um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen, obwohl sie mit ihren hervorragenden Leistungen entscheidend dazu beigetragen haben, dass die Firma Honsel zum weltweit führenden Hersteller von Leichtmetallkomponenten für die Autoindustrie avancierte.

Empörung und Wut der KAB gelten den Finanzinvestoren wie Private-Equity-Firmen und Hedgefonds, denen es wichtiger war, schnelles Geld mit hohen Renditen zu erzielen, die nun ein an sich gesundes Unternehmen mit tausenden betroffenen Familien in Existenznot stürzen.

Die KAB verurteilt aufs Schärfste, dass die Ripplewood RHJ als Haupteigentümer von Honsel nach dem Kauf des Unternehmens im Jahr 2004 offenkundig einseitig an der fixen Refinanzierung des Einkaufspreises interessiert war und nicht auch ihrer Fürsorgepflicht für die Beschäftigten nachgekommen ist. Die KAB bedauert, dass der Investor nicht bereit war, sich langfristig bei Honsel zu engagieren und mit einer soliden Firmenpolitik die ansonsten vorhandene Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu sichern.

Auch in der Vergangenheit hat die KAB stets betont, dass der Mensch im Mittelpunkt allen wirtschaftlichen Handelns stehen muss. Das aktuelle Beispiel bestärkt die KAB in ihrer Ansicht. Die KAB fordert vor diesem Hintergrund von der Politik, ihre Ankündigung in der vergangenen Finanzkrise endlich umzusetzen, wonach Hedgefonds und Private-Equity-Firmen in die Schranken gewiesen werden müssen! Das Beispiel Honsel zeigt, dass der Kapitalmarkt nicht sich selbst überlassen bleiben darf! Die KAB hofft, dass sich schon bald ein Käufer für die Firma Honsel findet, der durch verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln die Arbeitsplätze der betroffenen 4000 Beschäftigten sichert!

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