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Diözesantag 2012 - …den Aufbruch wagen!

Die Überschrift zum diesjährigen Diözesantag in der Stadthalle in Kamen war schon richtig gewählt: um den Aufbruch zu wagen, hatten sich rund 160 Delegierte aus dem weiten Rund des Erzbistums auf den Weg gemacht, um die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Und es ist ihnen auch gelungen.Und es ist ihnen auch gelungen.

Begonnen hatte der Tag mit einem sehr eindrucksvollen Gottesdienst in der Stadthalle. Weihbischof Matthias König freute sich, bei den Frauen und Männer der KAB zu Gast zu sein und griff in seiner Predigt das aktuelle Thema des KAB-Bundesverbandes auf „fair teilen - statt sozial spalten“. Er rief u. a. zum bewussten Konsumverzicht auf, wenn wir uns als Verbraucher die Frage stellen: brauche ich das neue Gerät wirklich, obwohl das alte noch funktioniert bzw. handelt es sich bei meinem  Einkauf um fair gehandelte Ware, die mit dazu beitragen kann, dass dann an anderen Enden der Erde ein angemessener und gerechter Lohn gezahlt wird? – Die Kollekte und die weiteren Erlöse des Diözesantages kommen der Fazenda da Esperanca zu Gute, der zweiten deutschen Frauenfazenda in Hellefeld, Sauerland.

Grußworte überbrachten anschließend  Manfred Wiedemann, der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Kamen; Ina Scharrenbach, die lokale CDU-Landtagsabgeordnete; Pfarrer Bernhard Nake als Leiter des Pastoralverbundes Kamen-Kaiserau; Hubert Hüppe, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Werne, dort auch KAB-Mitglied sowie Hans-Georg Lülsdorf aus Köln, der sich als ehrenamtlicher Mitarbeiter des KAB-Weltnotwerkes ganz herzlich für das Engagement der Paderborner KAB bedankte.

Der folgende Vortrag unseres Bundesvorsitzenden Georg Hupfauer sei „mitreißend“ gewesen, kommentierte tags darauf die lokale Presse. Seine Rede drehte sich natürlich auch um das KAB-Motto, das gut sichtbar über dem Präsidium hing: „ Wenn wir nichts bewegen, bewegt sich nichts. Seit über 160 Jahren hat die KAB bereits Kämpfermut bewiesen – und deshalb kann unsere aktuelle Forderung nur dahin gehen: In Europa nachhaltig leben und arbeiten und die seit Jahren wachsende Spannung in der Gesellschaft überwinden – dazu brauchen wir eine weltweite Solidarität.“

In der Mittagspause hatten die Delegierten ausreichend Zeit und Gelegenheit – trotz der langen Warteschlange beim Grünkohl – sich bei den ausstellenden Partnern des Diözesanverbandes zu informieren.

Die KAB Paderborn hat wieder eine neue Satzung – das war das Fazit der anschließenden Beratungen und Abstimmungen über die Paragraphen. Bereits beim vorausgegangenen Diözesantag war der Rahmen dieser Satzung abgesteckt worden, in Kamen ging es noch um die in der Zwischenzeit notwendigen Ergänzungen bzw. Änderungen, die dann aber allesamt mit überwältigender Mehrheit bei nur minimalen Gegenstimmen und Enthaltungen angenommen wurden.

Bei den Wahlen zum Diözesanvorstand gab es kaum nennenswerte personelle Veränderungen: Bärbel Kolbe (KAB St. Patrokli Soest - s. Foto), die bislang auch schon Leitungsfunktionen inne hatte, wurde neue Diözesanvorsitzende. In der über 100-jährigen Geschichte der Paderborner KAB ist damit erstmals eine Frau an der Spitze unseres katholischen Sozialverbandes.  Ihr zur Seite stehen die beiden Stellvertreter Magdalena Brieden (Paderborn) und Peter Thesing (Olpe). Als Vertreter der Bezirksverbände im Diözesanvorstand wurden gewählt: Hans Scholz (Dortmund-Lünen-Schwerte), Renate Reisloh (Hagen-Iserlohn-Menden-Witten), Bernhard Niemann (Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel), Hubert Kahmann (Olpe-Siegen) und Raimund Steinbeck (Ostwestfalen Nord). Burkhard Schlottmann (Vertreter der Sekretäre), Heinz-Dieter Schulte (ARG-Obmann) sowie die Präsides Reinhard Lenz und Martin Güttner wurden ebenfalls in den Diözesanvorstand gewählt.

Neunzehn Anträge galt es dann noch zu beraten und zu beschließen, die fast ausschließlich verbandsinterne Überschriften hatten. Schwerpunktmäßig will sich die Paderborner KAB auch weiterhin mit dem Leitantrag bzw. Zukunftsantrag des Bundesverbandes beschäftigen und sich für einen aktiven Sonntagsschutz engagieren. Langfristiges Ziel soll eine Romwallfahrt im Jahr 2016 sein, wenn des 15. Jahrestages der Seligsprechung von Nikolaus Groß gedacht wird.

In ihrem Schlusswort kündigte die neu gewählte Vorsitzende Bärbel Kolbe an, den KAB-Diözesanverband Paderborn als wichtiges Sprachrohr für die Belange von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wieder verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Nach diesem anstrengenden Tag entließ sie dann die Delegierten in das wohlverdiente Wochenende und dankte allen, die zum Gelingen des Diözesantages beigetragen haben. „Besonders dem Team der Stadthalle, dass so fleißig im Hintergrund für uns da war – wir haben uns wohlgefühlt in Kamen.“ - Mit der Verabschiedung der Satzung und den personellen Entscheidungen haben die Delegierten ein Zeichen gesetzt – dem Aufbruch sollte nun nichts mehr im Wege stehen. -bursch


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