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Hamm / Soest / Unna

Widerstand aus christlicher Verantwortung

     

KAB Hl. Familie Kamen unter neuer Leitung

Die Jahreshauptversammlung der KAB Hl. Familie Kamen fand am 20.08.15 im Pfarrheim nach Beseitigung einiger Probleme mit dem bisherigen Vorstand und der schweren Erkrankung des langjährigen Kassierers Meinolf Stelte, der am folgenden Tag verstarb, statt. Zum Versammlungsleiter wurde der Sprecher des Bezirksvorstandes der KAB Hamm-Soest-Unna, Herr Helmut Kolbe gewählt, der nach der Genehmigung der vorliegenden Tagesordnung verfuhr. Nach den Berichten des Interimsvorsitzenden Wilhelm Schmücker, dem Kassenbericht durch den Notvorstand Friedhelm Grüneberg und dem Kassenprüfbericht durch Helga Schulte wurde Meinolf Stelte Entlastung erteilt. Die Entlastung für das Kalenderjahr 2013 wurde dem alten inzwischen zurückgetretenen Vorstand genau wie in der JHV 2014 verweigert.

Anschließend erfolgte die Wahl des neuen Vorstandes. Dieser setzt sich zusammen aus:

1. Vorsitzender Friedhelm Grüneberg

2. Vorsitzender Wolfgang Schulte

1. Kassierer Norbert Faulstich

2. Kassiererin Anna Maria Lüken

1. Schriftführerin Helga Schulte

2. Schriftführerin Ursula Grüneberg

1. Kassenprüfer Manfred Laufer

2. Kassenprüfer Joachim Krause

Die gewählten Mitglieder nahmen die Wahl an. Die erste Amtshandlung des neuen Vorstandes war die Ehrung langjähriger Mitglieder: Für 65-jährige Mitgliedschaft Frau Else Determann und Frau Elisabeth Reichel, die aber aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte. Für 40-jährige Mitgliedschaft die Eheleute Renate und Siegfried Lutter.

(aus: Pfarrnachrichten PV Kamen-Kaiserau, Okt. 2015)

„Einheimische und Zugewanderte verbindet, dass sie alle einmal Fremde waren auf ihrem Weg“, fasste Martin Güttner, St. Diakon und Bezirkspräses des KAB Bezirks Hamm-Soest-Unna, mit Bezug auf einige Bibelstellen zusammen.

Er gestaltete gemeinsam mit Pfarrer Michael Niggebaum den diesjährigen Sozialgebetstag des KAB Bezirksverbandes. Rund 80 Frauen und Männer, darunter auch ein gutes Dutzend Asylbewerber, nahmen an diesem besonderen ökumenischen Gottesdienst am Hilgenbaumkreuz in Holzwickede teil. Dieses Kreuz wurde bereits 1982 von der evangelischen Jungend und der Jungen KAB Holzwickede als Mahnmal für Abrüstung und Frieden errichtet. Auch die in Holzwickede vertretenden politischen Parteien waren der Einladung der KAB gefolgt, um ein Zeichen gegen Vorurteile und Ängste zu setzen. Die gewünschte Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie den KAB-Gemeinschaften aus der näheren Umgebung hätten sich die Veranstalter allerdings eher besser vorgestellt. (weiter lesen)

KAB St. Laurentius blickt auf ereignisreiches Jahr zurück

Bei ihrer Jahresversammlung am 28. März konnte die KAB St. Laurentius auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Nicht nur auf die eigenen Bildungsveranstaltungen konnte man schauen, unter anderem zu den sozialpolitischen Grundlagen der Position des Papstes in seinem Schreiben über die Freude am Evangelium, zu den Folgen von Gasbohrungen in Hamm und Umgebung und möglichem Fracking, oder der Spurensuche am Mahnmal für die Opfer der Schlacht um Pelkum. Auch zu gemeindlichen Anlässen wurde die KAB aktiv, so beim ökumenischen Kreuzweg durch den Hammer Westen, beim Osterfeuer auf dem Hof Diemel, zur Eröffnungsfeier des pastoralen Raumes Hamm-Mitte-West und beim Aufstellen der Weihnachtsbäume. Beteiligt war unsere KAB  aber auch an den Aktionen des Stadtverbandes zum 1.Mai an der Martin-Luther-Kirche und am Familientag im Hammer Tierpark mit der Allianz für den freien Sonntag. Ebenso gehörte der Sozialgebetstag des KAB Bezirkes Hamm-Soest-Unna an der A2 Kapelle in Rhynern zum Programm.

Auch in diesem Jahr heißt es wieder „Hinaus zum 1. Mai“ an die Martin-Luther-Kirche und am 7. Mai ins Kleist Forum zu einer Veranstaltung von VHS und FUgE mit dem Europaabgeordneten Sven Giegold zum fragwürdigen Freihandelsabkommen TTIP.

Sprecher Klaus Bergmann und Präses Martin Güttner konnten in diesem Jahr 5 Mitglieder für langjährige Treue ehren, so Theo Steven für 50 Jahre und die Ehepaare Christel und Werner Waegener, sowie Katharina und Heinrich Vielberg für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Kath. Arbeitnehmer Bewegung. Im zweiten Teil unserer Jahresversammlung referierte Martin Güttner zum Thema: Wie können wir heute unseren Glauben leben?

Familiensonntag im Tierpark

Die KAB im Stadtverband Hamm und die Stadtallianz für den freien Sonntag hatten alternativ zum verkaufsoffenen Sonntag in den Hammer Tierpark eingeladen. "Warum in Geschäfte laufen? Komm in den Tierpark zum Verschnaufen" lautete das Motto dieses Tages. Bei zwei Führungen durch den Park erfuhren die kleinen und großen Besucher Einzelheiten über jedes Tier, die dann auch bei einer Tierparkralley hilfreich waren. Natürlich hatten alle am Ende die richtige Lösung, die mit einem kleinen Preis belohnt wurde. Martina Katrinski sorgte mit ihrem Akkordeon für stimmungsvolle Momente (es ist schon erstaunlich, wieviele Lieder es gibt mit Tieren...). Pastor Paul Markfort und Diakon Martin Güttner feierten mit der Allianz-Familie eine Hl. Messe unmittelbar neben dem Yak-Gehege, für alle Teilnehmer eine Premiere. Es war rundum ein wirklich schöner Sonntag! -bursch

95 Jahre KAB St. Josef Unna-Massen

Am Sonntag den 26. 10.2014 konnte die KAB St. Josef ihren 95. Geburtstag feiern. Nach dem Festgottesdienst in der gutbesuchten St. Marien Kirche, konnte Klaus Knobloch von der  Vereinsleitung zahlreiche Gäste und Mitglieder im Pfarrheim begrüßen. Ganz besonders herzlich wurde Dr. Peter Kracht als neuer Ortsvorsteher willkommen geheißen. In seinem Grußwort zog er Parallelen zu dem Gründungsjahr 1919 und heute. Er bedankte sich für das Engagement der KAB im Ortsteil Massen und wünschte dem Verein mit einem herzlichem“ Glück Auf“  für die Zukunft alles Gute. Grußworte und Glückwünsche von der KAB Bezirksleitung überbrachte Helmut Kolbe aus Soest. Er stellte die Wichtigkeit und den Zusammenhalt in der KAB und in den Pfarrverbünden, in Zeiten des Umbruchs, heraus. Zahlreiche Glückwünsche wurden von den Nachbarvereinen und den Vereinen aus der St. Mariengemeinde überbracht. Nach dem gemeinsamen Mittagessen, ging Klaus Knobloch in seinem Festvortrag auf die Entstehungsgeschichte und den heutigen Aktivitäten der KAB St. Josef ein. Um heute als Verein in der Öffentlichkeit Gehör zu finden, ist es wichtig, sich mit anderen Vereinen und Verbänden mit gleicher Zielsetzung, zu vernetzen. Als einen Erfolg in der jüngsten Geschichte ist die Einführung des Mindestlohns zu werten. Des Weiteren ging er auf die Aushöhlung der bestehenden Werkverträge ein. In vielen Bereichen der Nahrungsmittelindustrie würden die Mitarbeiter zu Dumpinglöhnen eingestellt und die Lebensbedingungen zeugen von moderner Sklaverei. Er forderte die Mitglieder auf, sich weiter für soziale Gerechtigkeit einzusetzen um Missstände in der Gesellschaft  aufzudecken.

Ein Grund zur Freude war die anschließende Jubilar Ehrung. Für 60 Jahre Mitgliedschaft konnte Frau Katharina Wortmann mit der Dankesurkunde der Bundesleitung und einem Präsent geehrt und beglückwünscht werden. Willibald Krawietz wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft und persönlichen Einsatz im Vorstand mit der Urkunde und der Ketteler-Medallie geehrt. Weiterhin konnte das Ehepaar Edeltraud und Günter Große für 40 Jahre Mitgliedschaft und Mitarbeit im Vorstand mit der Urkunde und einem Präsent geehrt werden. Nicht anwesend war Frau Maria Riedel, die ebenfalls für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde. Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken und guten Gesprächen, fand die Jubiläumsveranstaltung einen harmonischen Abschluss.

KAB Bezirk Hamm-Soest-Unna plant für die Zukunft

Am Bezirksdelegiertentag,  der im Katharinentreff  in Unna stattfand,  wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. Hauptaugenmerk wird eine großangelegte  Mitgliederwerbung  für die nächsten Jahre sein.

Nach der Begrüßung durch den Leitungssprecher Klaus Knobloch, überbrachte Frau Gabriele Meyer, Ausschussvorsitzende für Senioren und Soziales, die Grüße des Rates, stellvertretend für Bürgermeister Werner Kolter.  Weitere Grüße überbrachten Rüdiger Westermann vom DGB-Kreisverband Unna, Reinhard Markus, Vorsitzender des CDA Kreisverbandes Soest und unser KAB Diözesanvorsitzender  Peter Thesing.  In  Ihren Grußworten  gingen alle auf das Soziale Engagement der KAB und die Zusammenarbeit mit ihren Verbänden ein.

Das bundesweite Thema der KAB „Sinnvoll leben…“ wurde von Regionalsekretär Burkhard Schlottmann  in einer Präsentation anschaulich dargestellt. Gezielt ging er auf eine nachhaltige Lebensweise ein, nicht alles was nicht mehr funktioniert muss sofort durch Neues ersetzt werden. Lebensmittel nicht im Überfluss einkaufen, nur das,  was tatsächlich gebraucht und verzehrt wird. Ressourcen schonend mit der vorhandenen Energie umgehen und Rohstoffe gezielt einsetzen. Im Anschluss wurden von den Delegierten fertige,  weiße Puzzleteile beschriftet und bemalt und zu einem großen Puzzle zusammengelegt. Diese Puzzleteile werden mit 35.000 anderen zu einem Großen „Sinn-Puzzle“ am 16. November im Landschaftspark Duisburg-Nord zusammen gelegt und präsentiert.

Nach der Mittagspause wurden die Regularien abgearbeitet und die Delegierten entlasteten den Vorstand einstimmig. Die modifizierte Bezirkssatzung wurde vom Team Kollegen Helmut Kolbe vorgestellt und beraten. Dank guter Vorarbeit, konnte die Satzung dann auch schnell und einstimmig verabschiedet werden.

Der Strategieplan zur Mitgliederwerbung, der vom Leitungssprecher Klaus Knobloch vorgestellt wurde, fand in großen Teilen Zuspruch. Zeitlich bedingt konnte aber nicht mehr auf die Einzelheiten eingegangen werden, sodass der Vorstand noch mit schriftlichen Mitteln die Mitglieder für die Werbekampagne motivieren wird.

Besonders erwähnt werden soll an dieser Stelle auch noch eine Ehrung der KAB St. Bonifatius, Hamm-Werries. Leitungssprecher Klaus Knobloch (3.v.l.) überreichte Präsente und ein Flachgeschenk an den Ehrenvorsitzenden Willi Westhues (1.v.l.) sowie an die Vorstandsmitglieder Heinz Bretscher (2.v.l.) und Josef Granseuer (rechts) für ihr außergewöhnliches Engagement der Mitgliederwerbung. Die KAB’ler aus dem Hammer Osten konnten im Jahr 2013/2014 insgesamt 15 neue Mitglieder für ihre Gemeinschaft hinzu gewinnen.  Zur Nachahmung dringend empfohlen!

4. Sozialgebetstag an der Autobahn

Wieder ein Termin abgehakt: heute hatte der Bezirksverband der KAB Hamm-Soest-Unna zum vierten Mal zum Sozialgebetstag an der Autobahnkapelle (A2) in Hamm-Rhynern eingeladen. Der Wettergott hatte ein Einsehen, es blieb trocken bis auf wenige Tropfen "Weihwasser", gerade während der Hl. Messe. Als Zelebrant konnte Diakon Martin Güttner, KAB-Bezirkspräses, den Pfarrer von St. Georg in Hamm gewinnen, Marcus Nordhues. Dieser schlug in seiner Predigt den Bogen vom Sonntagsevangelium zur Puzzleaktion der KAB. Die Apostel sollten damals auf die Frage: für wen halten mich die Menschen? ihre Antwort kurz und knapp auf den Punkt bringen. So auch die KAB'ler wenn es darum geht: was bedeutet für dich "sinnvoll leben"? Nordhues hob auf das soziale Engagement der KAB ab, das beispielhaft in der katholischen Kirche sei.
Leitungssprecher Klaus Knobloch hatte zu Beginn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßt, die sich ihrerseits mit mehreren Fürbitten in die Hl. Messe einbrachten.
Die Freunde der KAB St. Bonifatius Werries hatten für das leibliche Wohl gesorgt, und der Tag klang danach in gemütlicher Runde aus.

Appell für einen mutigen Wandel

KAB-Bezirksvorstand unterstützt Friedensappell

Der Vorstand des KAB Bezirksverbandes Hamm-Soest-Unna begrüßt und unterstützt den Appell der katholischen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden im Heiligen Land für den mutigen Wandel. Gleichzeitig erwartet er auch von unseren Politikern und Entscheidungsträgern eine kritische Distanz zu allen Plänen, welche die derzeitigen Konfliktherde der Welt mit dem Einsatz von Gewalt und militärischen Mitteln, einer Lösung näher bringen wollen. Gewalt provoziert und führt zu immer wieder neuer Gewalt. Mit den Autoren des Appells wollen auch wir uns weigern, Kinder Gottes als Feinde zu benennen, als Arbeitnehmer Bewegung mit weltweiten Partnerorganisationen wissen wir um die Notwendigkeit, im Anderen die Schwester, den Bruder zu erkennen, nur so können wir gemeinsam Wege der Verständigung, der Versöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens gehen.

der Appell: http://www.juspax.ch/de/dokumente/stellungnahmen

Der Dom - Nr. 32 - 10. August 2014

KAB in JVA

Die KAB St. Bonifatius / St. Antonius Werries besuchte die Justizvollzugsanstalt in Attendorn. Anstaltsleiter Rainer Wisniewski, selbst aus dem Pastoralverbund Hamm-Mitte-Osten stammend, und Anstaltsseelsorger Kasimir Dabrowski, früher Pastor der St. Bonifatius-Gemeinde Werries, begrüßten die Gruppe zunächst mit Kaffee und Kuchen, wobei Wisniewski in seinem einführenden Vortrag vom Leben der Strafgefangenen im offenen und im geschlossenen Vollzug berichtete. Besonderes Augenmerk wird in heutiger Zeit auf die soziale Komponente gelegt, d. h. der Gefangenen hat Möglichkeiten, einen strukturierten Tagesablauf zu erlernen, seine schulische Ausbildung zu vervollständigen, in der Schreinerwerkstatt sich Fertigkeiten in diesem Handwerk anzueignen oder im offenen Vollzug in Firmen der Umgebung einer Arbeit nachzugehen. Bei allem komme es aber auf die Bereitschaft des Betroffenen an. Es geht also nicht mehr wie früher um eine sogenannte „Verwahrung“, sondern auf eine Verbesserung der persönlichen Situation im Hinblick auf die spätere Entlassung.

Beim anschließenden Rundgang durch die Gebäude des „Offenen Vollzugs“ schloss sich auch eine Besichtigung im „geschlossenen Vollzug“ an. Hierbei stellte sich bei einigen Besuchern ein beklommenes Gefühl ein, da man sich die meiste Zeit in einer relativ engen Schleuse aufhielt. Besonders die im Volksmund als „Gummizelle“ genannte Räumlichkeit hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Voller Stolz zeigte Pastor Dabrowski seinen ehemaligen „Schäfchen“ die Kapellen in beiden Vollzügen und beantwortete alle Fragen zu den Möglichkeiten, die sich der Seelsorge im Vollzug bieten. Am Ende des 3-stündigen Aufenthaltes wurde besonders die offensichtlich gute Führung der Strafanstalt hervorgehoben, wobei auch immer wieder die Sauberkeit in den Außenanlagen sowie im Innenbereich lobend erwähnt wurde. Alle Teilnehmer der Reisegruppe fuhren mit vielen neugewonnen Eindrücken nach Hamm zurück und können sich nun in Zukunft ein Bild darüber machen, wenn es um den Strafvollzug in Deutschland geht. - Margret Juchmann

Fusion ist perfekt

In einer harmonischen und freundschaftlichen Atmosphäre verlief die Mitgliederversammlung, zu der rund 90 Frauen und Männer der KAB St. Bonifatius Werries und der KAB St. Antonius Geithe in das Pfarrheim am Alten Uentroper Weg gekommen waren. Ziel war die schon seit Monaten vorbereitete Fusion dieser beiden KAB-Gemeinschaften nun auch offiziell zu vollziehen.

Und das Votum war einstimmig: ab sofort heißt die neue Gruppe KAB St.Bonifatius/St. Antonius Werries, wobei die ARG-Gemeinschaft aus der Geithe als Gruppe auch weiterhin unter der Führung von Franz und Hedwig Salthammer agieren wird.

Den ehemaligen Vorsitzenden Willi Westhues (Werries) und Maria Brüser (Geithe) wurde das Prädikat "Ehrenvorsitzende" angetragen und gleichzeitig als Beisitzer in den Vorstand gewählt. "Schließlich wollen wir auf ihre Erfahrungen in unserer Arbeit nicht verzichten," so Josef Granseuer, der neue Vorsitzende der fusionierten KAB-Gemeinschaft. Sein Stellvertreter wurde Heinz Bretscher, Lothar Nuhn kümmert sich um die Finanzen, Toni Winter um das Schriftlilche und Peggy Juchmann wird den Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbet übernehmen.

Zu Ehren kamen auch noch für ihre 40-jährige Mitgliedschaft Wilhelmine und Otto Pankok sowie Christa und Willi Westhues, denen durch Regionalsekretär Burkhard Schlottmann Urkunden und Ehrennadel überreicht wurden. Heinz Bretscher stellte vor dem gemeinsamen Mittagessen noch das umfangreiche, für 2014 geplante Programm im Detail vor, dass seinen Höhepunkt in einer gemeinsamen Berlinreise finden wird. Alles in allem schaut der neue Vorstand optimistisch in die Zukunft und ist gleichzeitig darüber froh, "dass uns mit dieser Fusion alle Mitglieder treu geblieben sind."  -bursch  

v.l.n.r.: Josef Granseuer, Christa und Willi Westhues, Maria Brüser, Heinz Bretscher

Bezirkstag 2013

Mit eindrucksvollen Worten sprach Pfarrer Friedhelm Geißen als Hausherr der Heilig-Kreuz-Kirche in Soest die Frauen und Männer aus dem KAB Bezirksverband Hamm-Soest-Unna in seiner Predigt an. Sie hatten sich in der Pfarrkirche versammelt, um den diesjährigen Bezirkstag mit einer Hl. Messe zu beginnen.

„Wer Inklusion will, sucht Wege. Wer sie nicht will, sucht Begründungen!“ So lautete die Überschrift des sich anschließenden Referates von Hubert Hüppe MdB (CDU), der gleichzeitig in der Funktion des Beauftragten der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung tätig ist. Menschen mit Handicap haben ein Recht auf Teilhabe und Teilnahme an allen gesellschaftlichen Prozessen, sie dürfen nicht ausgegrenzt werden. An praktischen Beispielen machte Hüppe deutlich, worauf es bei diesem Thema ankommt und er räumte dabei auch mit vielen Vorurteilen auf.

Nach den Geschäftsberichten standen in diesem Jahr Wahlen auf der Tagesordnung, galt es doch einen neuen Vorstand zu bilden. Der Bezirkstag einigte sich darauf, statt eines Vorsitzenden und seiner Stellvertreter nunmehr ein Leitungsteam zu wählen, dem nun Klaus Knobloch (Unna-Massen), Helmut Kolbe (Soest) und Dieter Hallas (Holzwickede) angehören. Die bisherigen Beisitzer wurden in ihrem Amt bestätigt und Dr. Bernhard Jungnitz sowie Josef Granseuer wurden hinzu gewählt.

Klaus Knobloch wurde inzwischen zum Sprecher des Leitungsteams benannt, er soll zukünftig auch den Bezirksverband im Diözesanvorstand vertreten. -bursch

  1. von links nach rechts:
  2. Burkhard Grothe
  3. Hubert Hüppe MdB
  4. Bezirkspräses Martin Güttner
  5. Propst Josef Heers
  6. Helmut Kolbe
  7. Klaus Knobloch

200 Kunden weniger als erwartet - schippern statt shoppen

Wenn am 27. Oktober sich in der Hammer Innenstadt wieder die Türen der Geschäfte zum nächsten verkaufsoffenen Sonntag öffnen, dann macht die KAB im Stadtverband Hamm gemeinsam mit der Stadtallianz für den freien Sonntag ein Alternativangebot: schippern statt shoppen heißt es für viele Familien, die eingeladen sind, diesen Tag auf der Santa Monika III zu verbringen.

Um 09:15 Uhr ab Anleger Hamm und um 10:15 Uhr ab Marina Rünthe schippern dann rund 200 Gäste auf dem Datteln-Hamm-Kanal bis zum Schiffshebewerk in Henrichenburg. An Bord werden die Teilnehmer gemeinsam mit Pastor Sebastian Zimmert (St. Elisabeth Bergkamen) eine Heilige Messe feiern und bei Akkordeonmusik und viel Spaß wird es für alle bestimmt ein ganz schöner Tag. Und am nächsten Tag könnte dann in der Lokalzeitung die Überschift stehen: 200 Kunden weniger als erwartet beim verkaufsoffenen Sonntag - die waren ja auch alle auf dem Schiff. Flyer und Anmeldung hier - bursch 

Posaunenklänge an der Autobahn

Zum dritten Mal hatte der Bezirksverband der KAB Hamm-Soest-Unna zum Sozialgebetstag an der Autobahnkapelle in Hamm-Rhynern eingeladen. Diese Kapelle an der A2, die in die Räume der ehemaligen Tankstelle integriert ist, wurde erst im Advent 2009 der Öffentlichkeit übergeben, hat aber inzwischen schon eine gute Resonanz erfahren.

Nach den ersten beiden Veranstaltungen in 2011 und 2012 fand dieser Sozialgebetstag unter ökumenischen Vorzeichen statt.  KAB-Bezirkspräses Diakon Martin Güttner feierte den Gottesdienst gemeinsam mit Pfarrer Martin Frederking aus der Emmaus-Gemeinde in Rhynern, der zur musikalischen Unterstützung seinen Posaunenchor mitgebracht hatte. Und es war schon etwas Besonderes,  als das „Großer Gott wir loben dich“ erklang, während nur wenige Meter entfernt die PKWs und LKWs vorbei rauschten.

Vorab hatte der stellvertretende Bezirksvorsitzende Burkhard Grothe alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßt und Frau Bürgermeisterin Ulrike Wäsche überbrachte die Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt Hamm. Regionalsekretär Burkhard Schlottmann ging danach in seinem Referat auf das Jahresthema der KAB ein und wies darauf hin, dass es jetzt wichtig sei, in dieser zerplatzenden Gesellschaft das Steuer herum zu reißen.

Anschließend konnten sich alle bei einem Imbiss noch stärken und nutzten die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen, Ideen und auch weiteren Planungen. Auf jeden Fall will man sich in 2014 wieder an der Autobahn treffen. -bursch

Presse: DER DOM vom 15.09.2013

Günter Schomberg verstorben

Die KAB des Bezirksverbandes Hamm-Soest-Unna trauert um ihren Freund Günter Schomberg. Er starb am 16. August im festen Glauben an die Auferstehung, so ist es in der Traueranzeige zu lesen.

Anfang April dieses Jahres konnte Günter noch seinen 90. Geburtstag feiern und er war fit, vielleicht nicht körperlich, da brauchte er schon seine Hilfsmittel. Aber im Kopf war der Verstorbene hellwach und noch neun Tage vor seinem Tod hat er an seiner letzten Sitzung des Bezirksvorstandes teilgenommen, u. a. um den Sozialgebetstag an der Autobahnkapelle vorzubereiten, an dem er so gern noch teilgenommen hätte.

Überall dabei sein und mittun, das war sein erklärtes Ziel in seinem erfüllten Leben. Im Jahr 1961 ist er KAB-Mitglied geworden und war in dieser Zeit in allen Ehrenämtern der KAB St. Marien Wiescherhöfen aktiv und zuletzt auch Mitglied im Bezirksvorstand der KAB Hamm-Soest-Unna. Seiner unermüdlichen Aktivität ist es zu verdanken, dass sein schwächelnder Heimatverein wieder auf feste Füße gestellt werden konnte und er selbst hat sich eingebracht, dass neue und jüngere Mitglieder in die KAB aufgenommen wurden.

Er war ein Christlich-Sozialer durch und durch, war Mitglied der CDU und der CDA und für ihn stand immer der Mensch im Mittelpunkt. Gerade in der jüngsten Vergangenheit galt sein besonderes Engagement dem Erhalt des arbeitsfreien Sonntags sowie der internationalen Arbeit der KAB.

Man kann Günter Schomberg als ein wirkliches Urgestein der KAB bezeichnen und wir alle sind traurig, dass er nun nicht mehr unter uns ist. Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Maria und seiner Familie und wir werden den Verstorbenen in unser Gebet mit einschließen. - bursch

Vorstand bildet Leitungsteam

Die Vorstandsmitglieder der KAB im Bezirksverband Hamm-Soest-Unna trafen sich zu ihrer jüngsten Sitzung im Pfarrheim der Gemeinde Heilige Familie in Kamen. Einer der wesentlichen Tagesordnungspunkte war die Organisation der Arbeit innerhalb des Vorstandes nach dem Ausscheiden des ehemaligen Vorsitzenden Wilhelm Fara aus Geseke.

Einhellig war man der Auffassung, an dem geplanten Termin des Bezirkstages im November festzuhalten, dann finden auch die nächsten regulären Wahlen zum Vorstand statt. Bis zu diesem Zeitpunkt werden der stellvertretende Bezirksvorsitzende Burkhard Grothe und Bezirkspräses Martin Güttner von den Vorstandsmitgliedern Helmut Kolbe und Harald Blankenhahn, beide aus Soest, unterstützt.

Des weiteren haben sich Arbeitsgruppen gebildet, die u. a. eine neue Bezirkssatzung erarbeiten wollen sowie die notwendigen Vorbereitungen treffen für den Sozialgebetstag an der Autobahnkapelle in Hamm-Rhynern ( 24. August) und für eine Klausurtagung des Bezirksvorstandes im Herbst dieses Jahres. Der Vorstand der KAB im Bezirksverband Hamm-Soest-Unna ruft alle seine Vereine dazu auf, bei den Veranstaltungen der kommenden Monate die Bundestagswahl im September im Blick zu haben. Im Gespräch mit den aktuellen Abgeordneten und denen, die es werden wollen, sollen die sozialpolitischen Themen der KAB im Vordergrund stehen. "Richtig steuern" heißt das Unterthema der großen Überschrift "Nachhaltig leben und arbeiten - fair-teilen statt sozial spalten". Und auf das richtige Steuern kommt es ja nicht zuletzt auch in der Politik an. -bursch

Heinz-Günter Leinhäuser verstorben

Und schon wieder muss ich hier an dieser Stelle ein Foto mit einem Trauerrand veröffentlichen - Heinz-Günter Leinhäuser ist am 6. März verstorben.

Noch vier Tage zuvor war er als Teilnehmer an den Günner Sozialtagen zu Gast hier im Heinrich-Lübke-Haus. Mit großer Betroffenheit haben wir von seinem plötzlichen Tod erfahren und wir sind traurig. Er war ein guter KAB'ler, durch und durch. Seit Jahrzehnten war sein Name verbunden mit der KAB Liebfrauen im Hammer Süden, lange Jahre war er dort Vositzender, zuletzt Ehrenvorsitzender. Es ist nicht mehr nachvollziehbar, wie lange Heinz-Günter im Bezirksvorstand der KAB Hamm-Soest-Unna mitgewirkt hat, aber auch hier waren es Jahrzehnte. Als Rangierer bei der Eisenbahn kam es immer darauf an, die Weichen richtig zu stellen. Die Weichenstellung seines Lebens war einfach: immer die christlich-soziale Richtung beibehalten. Die Katholsche Soziallehre prägte sein Leben, oft hat er daraus zitiert. Auch als Personalrat bei der Bahn hat er sich stets für die Kolleginnen und Kollegen engagiert. Als äußeres Zeichen zeigte er mit dem KAB-Kreuz an der Schnur immer Flagge für unseren Verband. Wie gesagt, ein 100%-KAB'ler. - Heinz-Günter, wir werden dich vermissen. -bursch 

Auf Initiative der KAB und der anderen katholischen Verbände in der Pfarrgemeinde St. Pankratius in Hamm-Bockum-Hövel wurde dort der Wilhelm-Deist-Weg eingeweiht.

Anlass war der 60. Todestag dieses Mannes, der schon Anfang des vergangenen Jahrhunderts verschiedene Ehrenämter inne hatte und durchaus als Sozialpolitiker bezeichnet werden kann.

Der KAB-Bezirksverband trauert um Heinz Zimmermann

Im 82. Lebensjahr ist am 11. Dezember unser ehemaliger ARG-Bezirksobmann Heinz Zimmermann verstorben.  Im Jahr 1990 hatte er das Amt von seinem Vorgänger Rudi Gremm übernommen und nach 17 Jahren an Wilhelm Schmücker weitergeben. In seiner Amtszeit wurde der jährliche Tag der ARG am Heinrich-Lübke-Haus installiert, dort, in der Bildungsstätte der KAB, hatte er auch gemeinsam mit seiner Ehefrau Maria zahlreiche Seniorenfreizeiten begleitet und betreut. Seit 1953 war er Mitglied der KAB, zunächst in seiner Heimatstadt Werl, dann nach seinem Umzug in die Gemeinde Bönen war er viele Jahre als Vertrauensmann und Vorstandsmitglied in der KAB St. Josef Altenbögge tätig. Seine direkte und herzliche Art haben wir in vielen Diskussion in den Bezirksvorstandssitzungen  erleben dürfen, immer wieder hat er sich eingebracht, wenn es um die Situation der älteren Menschen in unserer KAB ging, auch über den Bezirksverband Hamm-Soest-Unna hinaus.

Wir werden Heinz in guter Erinnerung behalten und denken in diesen Tagen an ihn und an seine Familie. -bursch

Er hätte besser besucht sein können, unser Bezirkstag. In diesem Jahr fand er in der St. Elisabeth Gemeinde in Bergkamen-Mitte statt.

Der Tag begann mit einem eindrucksvollen Gottesdienst in der Pfarrkirche, voran 5 KAB-Banner, dahinter zwei Messdiener "in gelb" (Peter und Christoph Andrzejewski in ihren KAB-Sweatshirts), Ehrenvorsitzender Gerd Koepe, Bezirkspräses Martin Güttner und Pastor Sebastian Zimmert. Dieser hatte in seiner Predigt den Anwesenden ernsthaft ins Gewissen geredet: Wenn KAB-Arbeit vor Ort sich nur noch auf Kaffeetrinken und das gemütliche Beisammensein beschränkt, dann fehlt da eine ganze Menge. Natürlich gehöre die Gemütlichkeit zum Vereinsleben dazu, aber die KAB hat heute so viele Ansatzpunkte, um auf die soziale Diskrepanz in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen. Dass seine Predigt gut ankam, bezeugte der spontane Applaus danach - Pastor Zimmerts Kommentar: da bin ich aber froh, dass Sie keine Tomaten mitgebracht haben.

Vom 5. Bis 9. November  nahmen 19 Mitglieder der KAB an einer Bildungsfreizeit im Heinrich Lübke Haus am Möhnesee teil. Dabei durften die Teilnehmer nicht nur wie hier bei dem Besuch des Heimathauses in Kirchwelver die Schulbank drücken und sich von Herrn Lückenkemper, einem ehrenamtlichen Mitarbeiter des Heimathauses, die Exponate des Hauses erklären lassen, sie beschäftigten sich auch mit den Veränderungen in der Kirche, die mit der Einberufung des zweiten vatikanischen Konzils vor 50 Jahren, angestoßen wurden.

50 Jahre KAB in Lipperbruch

Unter großer Anteilnahme aller Vereine und vieler Mitglieder der Pfarrgemeinde Maria Frieden konnte die KAB in Lipperbruch (Stadt Lippstadt) ihren 50. Geburtstag feiern. Mit den Fahnenabordnungen aus der Region zog der Stadtpräses P. Georg Radina  C.M. in die Pfarrkirche ein und feierte einen wirklich eindrucksvollen Gottesdienst, musikalisch unterstützt vom lokalen Männergesangverein. Vorsitzender Rainer Evertz zeigte sich überrascht vom Präsent der Kindertageseinrichtung, das die „50“ dekorativ in ein Arrangement eingebunden hatte. In seiner Ansprache ging P. Georg Radina auf die Geschichte der KAB in Lipperbruch ein: zur gleichen Zeit wurde in Rom das Konzil eröffnet, das hat in der Kirche einiges bewegt. Auch die KAB in Lipperbruch hat in der Pfarrgemeinde vieles bewegt und ist aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Nach der Heiligen Messe wurde noch eine von der KAB gestiftete Fichte gesegnet, die sicherlich schon bald in der Weihnachtszeit beleuchtet werden kann. Der Wunsch an den Baum: „Dann wachse mal schön!“

Nach einem Sektempfang im Gemeindezentrum und der Überreichung diverser westfälischer Flachgeschenke (..ein Onkel, der was mitbringt ist doch lieber gesehen als eine Tante, die Klavier spielt…!) stärkte man sich bei der selbst zubereiteten Gulaschsuppe (vom KAB-Kochclub), um danach noch ein paar Stunden gemütlich zusammen zu sitzen. Alfred Klose, einer der sieben "Gründerväter", war ebenfalls anwesend und wurde ganz besonders für seine 50-jährige Mitgliedschaft im Verband geehrt. -bursch  

Jetzt auch in Hamm!

Stadtallianz für den freien Sonntag gegründet!

Lange genug hat es gedauert, bis es auch in der Stadt Hamm zur Gründungsversammlung der Stadtallianz für den freien Sonntag kam. Ausschlaggebend waren letztendlich die Diskussionen zu Beginn dieses Jahres, als der Rat der Stadt mit dem 30. Dezember einen "Umtauschsonntag" beschlossen hat, der 14. verkaufsoffene Sonntag in der Lippe-Stadt.

Die beiden in Hamm zuständigen KAB-Regionalsekretäre Burkhard Schlottmann und Franz Josef Nordhaus (für nicht so richtig informierte Leser: die Lippe teilt die Stadt - der Süden gehört zum Erzbistum Paderborn, der Norden zum Bistum Münster) hatten die Initiative ergriffen und im Rahmen einer Stadtverbandssitzung die Gründung vorbereitet. Und der Abend war ein voller Erfolg: neun Unterzeichner der Gründungserklärung hatten sich mit zahlreichen anderen Interessierten im Hammer Rathaus versammelt: Stefanie Baranski-Müller (DGB und ver.di), Klaus WIlke (KKV Hansa Hamm), Dr. Tilmann Walther-Sollich (Evangelischer Kirchenkreis Hamm), Karin Demski (KfD Bezirk Hamm), Monika Grabenmeier (KfD Hamm-Norden), Franz Josef Nordhaus (KAB Hamm Norden) und Werner Linnemann für die KAB in Hamm-Süd sowie Anne Böse für die AG der Frauenverbände in Hamm.

 Gründungsmitglieder der Hammer Stadtallianz

Die Versammlung beschloss, die Gründungserklärung zunächst an die verantwortlichen Politiker in Hamm und in Düsseldorf zu senden und man ist gespannt auf die Antworten. Ausdrücklich wurde erklärt, dass man nicht auf Konfrontationskurs zum Einzelhandel gehen wolle sondern vielmehr das Gespräch suche, um auf die Sichtweise der Stadtallianz aufmerksam zu machen. Für dieses Jahr sind keine weiteren Aktionen geplant, man will sich aber zum 3. März 2013 (Tag des arbeitsfreien Sonntags) etwas einfallen lassen. Weitere Gruppen und Verbände sind zum Engagement in der Allianz herzlich eingeladen. -bursch

 KAB St. Josef feiert ihr Jubiläum

v.l.n.r.: KAB-Vorsitzender Wilhelm Schmücker, Heinrich Schürgers (50 Jahre Schriftführer), Festrednerin Sabine Schiedermair (Bundesvorsitzende KAB)

Foto: Dietmar Wäsche

Die WR (Kinga Golomb) berichtete am 17.09.2012: „Verantwortung zu übernehmen heißt etwas zu bewegen“, sagt der erste Vorsitzende der KAB St. Josef Kaiserau, Wilhelm Schmücker, bei der Jubiläumsfeier der KAB anlässlich des 100-jährigen Vereinsbestehens.

Rund 100 Gäste feierten am Sonntag im Pfarrheim der St. Marien Gemeinde mit den Mitgliedern der Katholischen Arbeitnehmerbewegung das erste dreistellige Jubiläum. Mittelpunkt der Feierlichkeiten war die Festrede der KAB-Bundesvorsitzenden Sabine Schiedermair. Sie nutzte das Jubiläum um den Kamenern für ihre tatkräftige Arbeit zu danken und an die Aufgaben der KAB zu erinnern.

„Es soll menschlich zugehen in der Arbeitswelt“, betont Schiedemair. Soziale Gerechtigkeit stehe an oberster Stelle. Deswegen müsse man in einer von Krisen gebeutelten Welt Probleme anpacken. „Wir müssen hinhören, wie es den Menschen an ihren Arbeitsplätzen geht“, fordert sie auf. In ihrer Rede spricht sie nicht nur den arbeitsfreien Sonntag an, der als „Atempause“ dienen soll, sondern nimmt auch die Familienpolitik kritisch unter die Lupe. „Die strukturelle Benachteiligung von Menschen mit Kindern muss verhindert werden“, so die Bundesvorsitzende. Auch gegen die Spaltung der Gesellschaft in Arme und Reiche müsse vorgegangen werden. Deswegen fordere die KAB ein Grundeinkommen für alle Menschen. „Damit jeder abgesichert ist“, so Sabine Schiedemair.

Gerade in der heutigen Zeit müsse sich wieder verstärkt für die Mitbestimmung eingesetzt werden. Die KAB versuche hierfür als Sprachrohr zu funktionieren. „Wir dürfen keine Angst vor Sanktionen haben“, sagt die Bundesvorsitzende über die raue Arbeitswelt. Befristete Verträge und Lohnungerechtigkeiten dürften nicht einfach hingenommen werden. In ihren Augen leiste der KAB-Ortsverein St. Josef Kaiserau ein großes Stück Arbeit für eine gute Zukunft. „Beten und Arbeiten – Beides ergänzt sich und es gehört auch zusammen“, so Schiedemair. Sie lobt die Erfolge und die Gemeinschaft des Vereins.

Urkunde für Heinrich Schürgers

Neben Sabine Schiedemair fanden auch andere Gratulanten Gelegenheit während der Jubiläumsfeier anerkennende Worte an den Ortsvereins Kamen zu richten. Auch Bürgermeister Hermann Hupe nutzte den feierlichen Rahmen für ein Grußwort.

Wilhelm Schmücker dankte Heinrich Schürgers außerdem mit einer Urkunde für seine 50-jährige Schriftführertätigkeit im Verein. Gemeinsam ließ man das Fest gemütlich ausklingen.

Viel Wind an der Autobahn

„Wenn ein Termin bereits zum zweiten Mal stattfindet, dann darf man bei uns in Westfalen schon von einer gewissen Tradition sprechen“, so äußerte sich der Hammer Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann vor mehr als 100 Teilnehmern, die sich zum Sozialgebetstag des KAB Bezirksverbandes Hamm-Soest-Unna vor der Autobahnkapelle am Rasthof Hamm-Rhynern (A2) eingefunden hatten. Es war zwar gefühlte fünf Grad wärmer als im vergangenen Jahr, doch blies der Wind den Besuchern sehr heftig entgegen. Bezirksvorsitzender Wilhelm Fara stellte deshalb fest: „Wo Wind ist, ist Bewegung. Und wo Bewegung ist, da sind wir als KAB.“ Die kleinen und großen Kieselsteine, die in einem Anspiel die wichtigen Dinge des Lebens verdeutlichten, wurden deshalb noch zweckentfremdet, um die Liedzettel und Manuskripte an ihrem Platz zu halten.

Pater Hans-Georg Radina, Provinzial der Vinzentiner aus Lippstadt, forderte die Anwesenden in seinem Rückblick auf die 50 Jahre des Zweiten Vatikanischen Konzils zum Aufbruch auf. Vieles sei vor einem halben Jahrhundert in der Kirche in Bewegung geraten aber man sei noch lange nicht am Ziel angekommen. Auch er nahm die Natur ins Blickfeld und hoffte, dass der frische Wind auch weiter durch unsere Kirche weht.

Der Bezirkspräses der KAB Olpe-Siegen, Pfarrer Reinhard Lenz aus Freudenberg, der gemeinsam mit dem lokalen Bezirkspräses Diakon Martin Güttner dann anschließend unter dem Dach der ehemaligen Autobahntankstelle die Heilige Messe feierte, appellierte seinerseits an die Frauen und Männer der KAB: „Steht immer wieder auf, auch wenn manche Situation ausweglos erscheint oder Rückschlage uns das Weitermachen erschweren“. Er zog den Vergleich mit dem Propheten Elias, der auch an sich zweifelte und doch zum Aufstehen und Weitergehen aufgefordert wurde. In den Fürbitten baten die Gläubigen um Kraft und Mut, neue Wege gehen zu können, soziale Ungerechtigkeit zu erkennen und entsprechend im Sinne der KAB zu handeln.

Nach der Mittagspause, in der man sich bei Wurstbrötchen und Kaffee und Kuchen stärken konnte, endete der  Gebetstag an der A2 mit einer kleinen Andacht. Alle freuen sich schon auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr in der Hoffnung, dass der Wind dann nicht so heftig weht. Dann hat Weihbischof Matthias König seine Teilnahme zugesagt. -bursch

KAB – St. Laurentius schlägt Alarm

Doch bevor es soweit kam, versammelte sich die KAB unserer Gemeinde gemeinsam mit den Vorständen des Bezirks Hamm-Soest-Unna zu einer Eucharistiefeier in der Josefs Kirche. Pastor Poggel gelang es die Situation der KAB in unserer Gemeinde darzustellen, mit den Traditionen und Entwicklungen, die es in St. Josef, St. Liborius und St. Bonifatius gegeben hat. Er verwies auf die gezeigte Positionierung der KAB in der Frage der verkaufsoffenen Sonntage, verschwieg aber auch nicht die Herausforderungen, vor denen sich die KAB in unserer Gemeinde gestellt sieht. Im Licht des Evangeliums vom Weinstock ermutigte er die Anwesenden, ihr Engagement fortzusetzen und in Verbundenheit mit Christus Frucht zu bringen. So war die Segnung des Laurentius-Wimpels nicht nur Bitte um den Segen Gottes für das soziale Engagement der KAB, sondern auch Einladung an alle interessierten Gemeindemitglieder sich hier einzubringen.

In der sich anschließenden Bezirksvorstände-Konferenz wurde kräftig diskutiert, anstehende Aktionen und Termine wurden abgesprochen und Weichen in die Zukunft gestellt. Nachdem dann die Gastgeber den Saal wieder hergerichtet, das Geschirr gespült und das Licht gelöscht hatten, ging der Alarm im Josefshaus los. Vielleicht ein Bild dafür, wach zu rütteln, Alarm zu schlagen im Blick auf die wachsende Spaltung von arm und reich in unserer Gesellschaft, im Blick auf die zunehmende Zahl prekärer Beschäftigungsverhältnisse und auch im Blick auf die Versuche, Arbeitnehmer gegeneinander auszuspielen und zu erpressen, wie jetzt bei Neckermann in Frankfurt. (Text: M. Güttner, Foto: MEYER)

 

ARG-Tag am Heinrich-Lübke-Haus

„Schön, dass ihr wieder da seid!“- „Wie schnell ein Jahr vergeht!“ So oder ähnlich waren die Kommentare und die Wiedersehensfreude war groß bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des diesjährigen ARG-Tages der Region Ost im Heinrich-Lübke-Haus in Günne. Das Mitarbeiterinnenteam des Hauses stand parat, als sich zu 15 Uhr die Türen des Speisesaales öffneten und die rund 150 Gäste an der gedeckten Kaffeetafel Platz nahmen. Nach der Begrüßung durch den ARG-Obmanm Wilhelm Schmücker und den Bezirksvorsitzenden Wilhelm Fara konnte Regionalsekretär Burkhard Schlottmann noch die Eheleute Mechtild und Alfons Stehling für ihre langjährige Mitgliedschaft in der KAB ehren.

Gemeinsam mit Pater Willi feierte man dann in der Maximilian-Kolbe-Kapelle die Hl. Messe und es war eine Freude, dem stimmengewaltigen Gesang der Kirchenbesucher zuzuhören. Pater Willi erinnerte in seiner Ansprache an seine Fahrt vor 50 Jahren nach Indonesien, als er dort seine missionarische Tätigkeit auf der Insel Sumba aufnahm.

Anschließend saß man noch in gemütlicher Runde beisammen, lauschte den Akkordeon Klängen von Heinz Harling von der KAB Geithe, stärkte sich dabei mit Bratwurst und Kartoffelsalat und um 19:00 Uhr waren alle Tische schon wieder leer. Und der Wettergott hatte ein Einsehen mit den KAB-Senioren, denn alle konnten den Nachmittag an der frischen Luft genießen. „Auf Wiedersehen im nächsten Jahr,“  hieß es zum Abschied bzw. bei den verschiedenen KAB-Veranstaltungen, die im Laufe der nächsten Monate noch stattfinden. -bursch

1. Mai in Kamen - Allianz für den freien Sonntag

1. Mai – Der Mai ist gekommen… - Maiwanderung – Radfahren – Familienausflug –  schön, wenn die Woche nach nur einem Arbeitstag (oder Brückentag) schon wieder unterbrochen wird. Der Dienstag wird zu einem gefühlten Sonntag, schließlich muss man nicht zur Arbeit, heute, am Tag der Arbeit.

Richtig, da war doch etwas: warum haben wir heute eigentlich frei?

Anfang 1886 rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung zur Durchsetzung des Achtstundentags zum Generalstreik am 1. Mai auf – in Anlehnung an die Massendemonstration am 1. Mai 1856 in Australien, welche ebenfalls den Achtstundentag forderte. Der 1. Mai war traditionell auch der moving day, an dem öfter Wechsel im Beruf oder Wohnort durchgeführt wurden. Es kam darauf zu Massenstreiks und Demonstrationen in den Industrieregionen.

Der Versuch der Weimarer Nationalversammlung, am 15. April 1919 den 1. Mai zum gesetzlichen Feiertag zu bestimmen, endete bereits 1919: Er galt nur für dieses eine Jahr.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der 1. Mai ab 1933 zum gesetzlichen Feiertag und bekam die Bezeichnung „Feiertag der nationalen Arbeit“. Doch schon am 2. Mai 1933 wurden die Gewerkschaften in Deutschland verboten und die Gewerkschaftshäuser gestürmt. - Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der 1. Mai 1946 durch den Alliierten Kontrollrat bestätigt. Maikundgebungen durften jedoch nur eingeschränkt durchgeführt werden.

Die christliche Arbeiterbewegung veranstaltete im Jahr 1893 die erste Maikundgebung, nachdem sich 1891 Papst Leo XIII. in der Enzyklika Rerum Novarum über die Arbeiterfrage geäußert hatte. Im Laufe der Jahre wurde der 1. Mai immer mehr zum arbeitsfreien Tag erklärt. In Reaktion auf die vielfach sozialistisch ausgerichtete Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts wurde der 1. Mai von Papst Pius XII. (Amtszeit von 1939 bis 1958) zum Gedenktag „Josef des Arbeiters“ erklärt. 

Am 1. Mai dieses Jahres gab es wieder viele Maikundgebungen des DGB, so auch in der Stadthalle in Kamen. Hier konnte der DGB-Vorsitzende Zimmer als Festredner unseren KAB-Bundesvorsitzenden Georg Hupfauer begrüßen. Auf Initiative von Wilhelm Schmücker, KAB-Vorsitzender in Kamen-Methler, war Hupfauer gern der Einladung in die Sesekestadt gefolgt. Im sonnendurchfluteten Foyer der Stadthalle brach der Bundesvorsitzende eine Lanze für die Allianz für den freien Sonntag, ein aktuelles Thema auch in Kamen. Er forderte, der weiteren Aushöhlung des Sonn- und Feiertagsschutzes einen Riegel vorzuschieben, die KAB fordert den Sonntag als gemeinsamen Zeitanker.

Zahlreiche Freunde der KAB aus dem Bezirksverband Hamm-Soest-Unna waren der Einladung gefolgt, insgesamt wurde jedoch die junge Generation vermisst. Leider entschwindet in Kamen wie auch in anderen Kommunen die Bedeutung dieses Feiertages immer mehr aus dem Blickfeld der Bevölkerung. -bursch

Bundesstadt Bonn besucht

Da musste man schon ein wenig im Kalender zurückblättern bei der Frage, wann es den letzten „Ausflug“ des Bezirksverbandes gegeben hat. Aber am Ende der Fahrt waren sich alle dahingehend einig: das sollte man jetzt öfter machen.

Am frühen Morgen waren rund 40 KAB’ler und KAB’lerinnen aus dem Bezirk Hamm-Soest Unna zu einer politischen Tagesexkursion in die Bundesstadt Bonn aufgebrochen. Erstes Ziel war das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland an der Museumsmeile. Hier erfuhren die Besucher die Deutsche Geschichte von 1945 bis in die heutige Zeit, von den Rosinenbombern über Original Klappstühle aus dem alten Bundestag bis hin zu den Ereignissen der Gegenwart. Die Teilnehmer zeigten sich wirklich beeindruckt, „weil wir das alles ja selbst miterlebt haben.“ Magnet war natürlich auch der Kanzler-Waggon der Deutschen Bahn, um den herum das Museum seinerzeit gebaut wurde. Und der Adenauer-Mercedes wurde zum geeigneten Objekt für ein kleines Gruppenfoto.

Der zweite Teil dieses politischen Tages spielte sich dann im „Langen Eugen“ ab. Nur wenige wissen vielleicht, dass hier seit einigen Jahren das Zentrum der UNO auf dem Campus Bonn zu Hause ist. Rund 1.000 Menschen aus 140 Nationen sind in 27 Etagen beschäftigt, 18 Sekretariate und Institutionen der UNO findet man in diesem Gebäude, das eigentlich schon viel zu klein geworden ist. Daher ist man zurzeit auch damit beschäftigt, den Campus baulich zu vergrößern. Herr Ganns, UNO-Mitarbeiter vor Ort, veranschaulichte in seine Ausführungen die Arbeit der UNO in Bonn. 1991, nach der Entscheidung, den Bundestag nach Berlin zu verlegen, hatte man noch große Sorgen in Bonn und man befürchtete einen Zusammenbruch der Stadt. Heute arbeiten mehr denn je Menschen in der Bundesstadt (u. a. Dank Telekom und DHL) und auch für die UNO-Mitarbeiter hat sich die Stadt am Rhein zu einer guten Adresse gemausert.

Alles in allem, so Wilhelm Fara, der Bezirksvorsitzende und Organisator dieses Tages, können wir auf eine gelungene Fahrt zurückblicken und suchen jetzt schon nach neuen Zielen für 2013. -bursch

Hohe Auszeichnung für Ursula Sasse

„Mit uns hier in der Gemeinde bedankt sich ein umfangreiches Netzwerk von Ehrenamtlichen für Ihr langjähriges Engagement im Dienst am Menschen“, betonte die Vorsitzende der Caritaskonferenz  in Westtünnen, Dorothee Kohl-Radke, in ihrer Laudatio zur Verleihung des „Elisabethkreuzes“ an Ursula Sasse.

Den diakonischen Auftrag der Kirche hat die Geehrte, die heute u.a. die Alten- und Rentnergemeinschaft der KAB leitet, mehr als 30 Jahre in der Gemeinde „Zur Hl. Familie“ in Westtünnen in die Tat umgesetzt. Aufmerksamkeit und Begleitung, Entlastung und Hilfen wurden bei  ungezählten Besuchen und Begleitungen weitergegeben, erforderten viel Zeit und oft stilles Zuhören. Ebenso wie das Bemühen, den Begriff des „Helfens“ ständig zu hinterfragen und ihn den gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen, ohne das Ziel, Not der vielfältigsten Art zu erkennen, aus den Augen zu verlieren.

Als höchste Auszeichnung wird das Elisabethkreuz an engagierte Mitarbeiter im Ehrenamt der Caritaskonferenzen verliehen. Es erinnert  an das Bemühen der Hl. Elisabeth von Thüringen mit ihrem Lebensmotto: Wir müssen die Menschen froh machen“. Ihre Sorge galt den Armen und Schwachen, ihr bedingungsloser Einsatz  gilt dem caritativen Ehrenamt als Vorbild. Nach dem Tode ihres Mannes bei einem Kreuzzug im Dienst von Friedrich II bekam die Hl. Elisabeth von Papst Gregor IX zum Trost ein Brustkreuz geschenkt, das Vorbild des jetzigen Elisabethkreuzes. Das Original wird heute im Kloster Andechs aufbewahrt.

Die KAB des Bezirksverbandes Hamm-Soest-Unna gratuliert ihrem Mitglied Ursula Sasse zu dieser Ehrung. (Text u. Fotos: Hermann Aßhoff)

Trotz Protest kein Erfolg – „Umtauschsonntag“ beschlossen!

Schon lange nicht mehr hatte eine bevorstehende Ratssitzung in Hamm so viele Reaktionen im Vorfeld ausgelöst. Seit bekannt war, dass die Tagesordnung des Stadtrates auch die Beschlussfassung über einen 14.(!) verkaufsoffenen Sonntag beinhaltete, gab es Reaktionen quer Beet durch die kirchliche und gewerkschaftliche Szene in Hamm. KAB und DGB, KfD und der Evangelische Kirchenkreis hatten sich in diversen Pressemitteilungen und persönlichen Schreiben an die Ratsfraktionen der kreisfreien Stadt gewandt. Und Pastor Mönkebüscher bekam in der St. Georgs-Kirche sogar Szenenapplaus für seine Predigt, in der er voll und ganz die Linie der Allianz für den freien Sonntag vertreten hatte. „Traurig ist allerdings, dass wir nur von der Grünen-Fraktion eine Antwort auf unser Schreiben bekommen haben“, so Hubert Fricke von der KAB St. Georg.

Einige Hammer KAB’ler wollten es dann doch noch wissen und drückten den eintreffenden Ratsmitgliedern und Zuschauern noch vor Beginn der Ratssitzung Infos der Sonntagsallianz und einen Einkaufswagenchip „Sonntags nie!“ in die Hand. Aber vergeblich.

„Und auch die Vertreter der KAB warben vergeblich um einen verkaufsfreien Sonntag. In auf Antrag von SPD und Grünen geheimer Abstimmung sprachen sich 33 Ratsmitglieder für vier und 24 für drei verkaufsoffene Sonntage in der Innenstadt aus. Für die Vorlage mit insgesamt 14 verkaufsoffenen Sonntagen stimmten anschließend CDU, FDP, FWG und pro NRW. SPD, Grüne und Linke waren dagegen.“ ▪ asc – WA Lokales Hamm 6.3.2012 - Foto: Henrik Wiemer

Kein vierter verkaufsoffener Sonntag in Hamm!

Der Rat der Stadt Hamm will in seiner Sitzung am 6. März darüber entscheiden, ob der letzte Sonntag des Jahres 2012 ein verkaufsoffener Sonntag werden soll.

Es hat bereits einige Reaktionen in der Lippestadt gegeben und jetzt haben auch die vier KAB Gruppen  im Pastoralverbund Hamm-Mitte-Osten (St. Agnes, St. Georg, St. Bonifatius Werries und St. Antonius Geithe) sich einmütig gegen diesen Beschlussvorschlag ausgesprochen. In einem Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden im Rat der Stadt Hamm machen sie deutlich, dass die KAB seit vielen Jahren dagegen kämpft,  den Sonntag immer mehr auszuhöhlen, weil „nicht nur dieser den Gottesdiensten vorbehaltene freie Tag langsam abgeschafft wird, sondern auch für eine freie Verfügung der Familien nicht mehr da ist und für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu einem weiteren Arbeitsalltag umfunktioniert wird.“ Die KAB Gruppen fordern die Ratsmitglieder auf, gegen diesen Vorschlag zu stimmen.

Und die beiden für die KAB-Vereine in der Stadt Hamm zuständigen Regionalsekretäre Burkhard Schlottmann und Franz Josef Nordhaus äußern sich für den Stadtverband in einer Pressemitteilung so:

„Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Stadtverband Hamm bleibt nach wie vor bei ihrer eindeutigen Ablehnung von verkaufsoffenen Sonntagen. Auch in der augenblicklichen Diskussion um einen zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntag am 30. Dezember 2012 ändert sich die Position der KAB nicht und schließt sich als Teil der katholischen Kirche in Hamm voll und ganz der Meinung der Evangelischen Kirche und des Deutschen Gewerkschaftsbundes an. Ein „Umtauschsonntag nach Weihnachten“ wird genauso wenig benötigt wie verkaufsoffene Sonntage im Frühling, Sommer, Herbst oder Advent. Zurzeit unterstützt die KAB in Hamm die Allianz für den freien Sonntag, welche sich auf Landesebene für Veränderungen im Ladenschlussgesetz in NRW zum Schutz der Nacht- und Sonntagsruhe engagiert.“

Im Rahmen der nächsten Stadtverbandssitzung sollen weitere Aktionen in diesem Bereich angestoßen werden. Über das Ergebnis der Ratssitzung werden wir dann hier informieren. 

KAB fährt zur UNO

Nein - nicht nach New York, "nur" nach Bonn. Denn unsere alte Bundeshauptstadt hat sich  erfolgreich ein neues Profil als deutsche Stadt der Vereinten Nationen und Ort internationalen Dialogs zu Zukunftsthemen gegeben. Schon seit 1996 darf sich die Stadt am Rhein "UNO-Stadt" nennen und im Jahr 2006 hat die Bundesregierung das ehemalige Abgeordnetenhochhaus, vielen noch als "Langer Eugen" bekannt, dem damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan als neuen Dienstsitz übergeben.

Der UN-Campus ist als das erste Ziel dieses Ausflugtages, das zweite dann das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Termin ist am Donnerstag, 26. April 2012. Anmeldungen sind ab sofort möglich bei dem Bezirksvorsitzenden Wilhelm Fara (Tel. 02942 - 13 53) oder im Regionalbüro Ost in Günne. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 40 Personen!

 

Martin Güttner neuer Präses

Nach gut einem halben Jahr der Vakanz hat der KAB-Bezirksverband Hamm-Soest-Unna wieder einen neuen Präses. Erzbischof Hans-Josef Becker bestellte jetzt den Ständigen Diakon Martin Güttner aus Hamm (Pfarrgemeinde St. Laurentius) zum Nachfolger von Pastor Jürgen Drüker, der im Sommer 2011 eine neue Dienststelle ausserhalb des Bezirksverbandes angetreten hatte.

Bereits im November des letzten Jahres hatten die Delegierten ein eindeutiges Votum dahingehend abgegeben, Martin Güttner dem Erzbischof von Paderborn zur Ernennung als Bezirkspräses vorzuschlagen. Er ist damit der achte Bezirkspräses in der 107-jährigen Geschichte des KAB-Bezirksverbandes.

Auf den Schultern trägt Martin Güttner das Weltjugendtagskreuz anl. der KAB-Diözesanwallfahrt 2011 nach Werl

In seinem "Steckbrief"stellt sich der neue Bezirkspräses so vor:

Großvater und Kleriker - Landschaftsgärtner und Zauberer - Gemeindemitglied und Demonstrant

Scheinbare Gegensätze, die mich und mein Leben geprägt haben und prägen. Frischverheiratet zog ich mit meiner Frau in eine Hammer Notunterkunft, als Hilfsarbeiter begann ich in einem Landschaftsbaubetrieb, die Frage nach tariflicher Entlohnung und ein Handschlag sind bis heute mein Arbeitsvertrag. Über 30 Jahre bin ich dort schon im Betriebsrat und natürlich auch in der Gewerkschaft, erst GGLF und dann IGBAU.

Als ich dann 1998 zum Diakon geweiht wurde, habe ich öfter gesagt ich bin Arbeiterdiakon, erst habe ich mich in dieser Rolle als Exot gefühlt, doch dann lernte ich bei einem internationalen Treffen der Arbeiterpriester in Straßburg, französische Arbeiterdiakone kennen. 40 Jahre gibt es jetzt auch schon die Gruppe der Arbeitergeschwister in Deutschland, an deren Treffen ich teilnehme. Immer wieder habe ich (60 Jahre jung) auch versucht persönlich auf die Herausforderungen der Zeit zu reagieren: Die Ausbildung im Schalomdiakonat, der gewaltfreien Konfliktbearbeitung, beim ökumenischen Dienst in Wethen, sowie die Ausbildung in geistlicher Begleitung beim Institut für Spiritualität an der PTH Münster, in der ich mich gerade befinde, sind solche Antwortversuche. Wenn ich die Wahl zum Bezirkspräses der KAB Hamm-Soest- Unna angenommen habe, dann, weil ich mich der KAB seit über 25 Jahren verbunden weiß, weil ich ihr zutraue, sich den Herausforderungen in Kirche und Gesellschaft auch heute zu stellen und weil ich darauf vertraue, dass sich auch in unseren KAB Gruppen Zellen der Gemeinschaft und des Glaubens entwickeln, die das Bild der Kirche der Zukunft prägen werden.

Auf eine gute Zusammenarbeit!

Drei Jahrzehnte in Freundschaft

Über 30 Jahre besteht nun schon die Freundschaft zwischen den beiden Gruppen der deutschen und französischen Eisenbahner, die damals im Joseph-Joos-Haus begann. Und so trifft man sich im jährlichen Wechsel immer wieder, um diese Freundschaft aufrecht zu halten. In diesem Jahr war das Heinrich-Lübke-Haus der Ausgangsort für Ausflüge in der Region, wie z. B. zu einem Besuch in der Katholischen Akademie in Schwerte. Und im kommenden Jahr sieht man sich dann wieder in der Nähe von Metz. Dann wird sich die Gruppe auf Spurensuche begeben um den Europäer Robert Schuman. -bursch

Vierstimmig in barocker Kirche

Es war schon beeindruckend für Augen und Ohren, als in der Bürener Jesuitenkirche „Maria-Himmelfahrt“ die Lieder zur schwarzen Madonna und das vierstimmige „Großer Gott wir loben dich“ erklang. Kein Profi-Chor, sondern Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Musikwerkstatt unter der Leitung von Frau Adelheid Ortmann aus Netphen. Die zuhörenden KAB-Freunde aus Hamm-Wiescherhöfen, die ebenfalls zum Tagesausflug aus dem Heinrich-Lübke-Haus angereist waren, zeigten sich begeistert von so viel musikalischer Harmonie. (BS 18-05-11)

Kontakt

Vorsitzender Sprecherkreis
Helmut Kolbe
Jägerkenweg 23 
59494 Soest

Tel.: 02921 / 77 443 
E-Mail: fam.kolbe@t-online.de

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