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Paderborn / Höxter

Nikolaus-Groß-Gedenktag in Höxter

Seit vielen Jahren beginnt das KAB-Jahr im Bezirk Paderborn-Höxter immer mit dem Gedenkgottesdienst anl. des Todestages von Nikolaus Groß. Aber in diesem Jahr war Einiges anders: Die KAB feierte nicht unter sich, sondern mit einer Kirchengemeinde im Sonntagsgottesdienst, und sie war nicht in Paderborn, sondern in der Hauptkirche in Höxter. So waren vermutlich viele Kirchenbesucher überrascht, beim Einzug drei KAB-Banner zu sehen, denn vor drei Jahren musste die Höxteraner KAB ihre Arbeit aus Mangel an Nachwuchs einstellen.

Als der KAB-Bezirksvorstand im vergangenen Jahr dem zuständigen Pfarrdechanten Ludger Eilebrecht das Anliegen vortrug, mit dem Gedenktag in diesem Jahr anlässlich des 70. Todestages von Nikolaus Groß und des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz nach Höxter zu kommen, war er gleich Feuer und Flamme. Er schlug vor, diesen Gottesdienst auch als zentralen Gedenkgottesdienst für das ganze Dekanat Höxter durchzuführen, wobei die KAB freie Hand bei der Gestaltung haben sollte.

So wurde dieser Gottesdienst zum Erlebnis für alle, die dabei waren: Etliche Messdienerinnen und Messdiener, an der Orgel die Frau eines ehemaligen Höxteraner KAB-Vorstandsmitgliedes, die auch das Segenslied aus dem Abschiedsbrief von Nikolaus Groß eindrucksvoll vortrug, und entsprechend der Lesung über die Berufung Jesajas zum Propheten viel Weihrauch und ein festliches „Heilig, heilig, heilig“.

Der Bezirksvorsitzende Konrad Nagel-Strotmann legte in seiner Ansprache die Berufung Jesajas auf die Berufung von Nikolaus Groß hin aus. Eindrücklich legte er dar, wie ernst die Berufung zur Verteidigung der Menschenwürde bei beiden prophetischen Gestalten aussah. Die Würde der Menschen, und besonders die der Armen und Verfolgten, ist unabdingbar, und der Einsatz für sie ist jeden Preis wert. Auf diese Weise erfuhr Nikolaus Groß das, was Papst Franziskus die „Freude des Evangeliums“ nennt.

Das neue Konzept ist geglückt, meinte hinterher Hans-Josef Fabritz, der für das Dekanat in der Vorbereitung und der Pressearbeit mitgearbeitet hatte. An den östlichen Rand des Erzbistums hatten sich ebenso viele KABler aufgemacht wie sonst zu dem Gottesdienst in Paderborn. Und die Ortsvereine im Kreis Höxter erlebten es als Ermutigung, dass die Veranstaltung in diesem Jahr bei ihnen stattgefunden hat. Daher möchte der Bezirksverband auch in Zukunft mit profilierten Veranstaltungen in Höxter auftreten.

Konrad Nagel-Strotmann

Peter Kossen sieht nicht aus wie ein System- veränderer. Auf Einladung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung KAB im Bezirk Paderborn-Höxter ist er zum "Domstadtgespräch" nach Paderborn gekommen. Jetzt steht er mit Jackett und „Kalkleiste“ auf dem Podium im Hörsaal der Theologischen Fakultät, denn er ist katholischer Prälat aus dem Bistum Münster und seit einigen Jahren der ständige Stellvertreter des Weihbischofs für den niedersächsischen Teil dieses Bistums. (weiter lesen...)

Magdalena Brieden erhielt die Verdienstmedaille

In einer wirklich schönen Feierstunde überreichte der Paderborner Landrat Manfred Müller in diesen Tagen die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland an Magdalene Brieden. Die ehemalige Vorsitzende des KAB Bezirksverbandes Paderborn-Höxter wurde für ihr jahrzehntelanges Engagement in der KAB und in der CDA sowie in den kirchlichen Gremien wie Pfarrgemeinderat und Diözesankomitee geehrt.

Konrad Nagel-Strotmann überbrachte die Grüße des KAB Bezirksverbandes Paderborn-Höxter und betonte in seinem Grußwort, dass Magdalena ein Mensch sei, der „alle mitnehmen muss!“ Sie sei ungeduldig, wenn wichtige Dinge liegen bleiben und sie gehe auf die Menschen zu, um sie für ihre Ideen zu begeistern. Sie habe immer den Blick „von unten“ auf unsere Gesellschaft gehabt und dabei hatte sie besonders diejenigen vor Augen, „die man im Dunkeln nicht sieht“.

Viele Gäste überbrachten ihre Glückwünsche und die „Geehrte“ konnte danach die Feierstunde im Kreis der Familie mit ihren Freunden ausklingen lassen. - An dieser Stelle im Namen des KAB-Bezirksverbandes Paderborn-Höxter noch einmal „herzliche Glückwünsche zur Verdienstmedaille! - bursch

Zum vierten Mal in Folge hatte der KAB Beziksverband Paderborn-Höxter zum diesjährigen Kreuzweg der Arbeit in die Domstadt eingeladen. Der Kreuzweg, der in diesem Jahr unter der Überschrift "Werkverträge" stand, führte durch die Paderborner Innenstadt und machte an vier Stationen Halt. Mit entsprechenden Texten und Gesängen machten die Teilnehmer aufmerksam auf die Missstände in den Bereichen der Fleischindustrie, bei den Regalpflegern in Supermärkten, sowie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Bauwirtschaft und in den Krankenhäusern. Der Bezirksvorsitzende Konrad Nagel-Strotmann stellte fest, dass man diesen Kreuzweg gehe in der Solidarität mit den betroffenen Menschen in Werkverträgen.

Eine KAB-Gruppe aus Wiedenbrück war ebenfalls nach Paderborn gekommen, mit ihr Inge Bultschnieder, die Mitbegründerin der Initiative "Werkfairträge" aus Rheda-Wiedenbrück. Gemeinsam wollte man alle Menschen mit einbeziehen, um so für Recht und Gerechtigkeit einzutreten und Antworten auf die sozialen Fragen von heute zu finden. -bursch / Fotos vom Kreuzweg hier

Franz Krollmann 60 Jahre in der KAB

Eine besondere Ehrung wurde Brigitte und Franz Krollmann zu Teil, denen von der stellvertretenden Diözesanvorsitzenden Magdalena Brieden für ihre 60-jährige Mitgliedschaft in unserem KAB-Verband gedankt wurde.

Magdalena Brieden erinnerte an die guten alten Zeiten, als Krollmann in seinem Büro noch in der Paderborner Riemekestraße hauptamtlich für die KAB tätig war. Begonnen hatte seine christlich-soziale Laufbahn bei der CAJ in Essen, bevor er 1967 Bezirkssekretär für die KAB im BV Minden-Ravensberg-Lippe (jetzt Ostwestfalen Nord) wurde. Seine hauptamtliche Tätigkeit endete dann im Februar 1996. Besonders sei hier sein unermüdliches Engagement nach der politischen Wende in Deutschland zu erwähnen, als er sich gemeinsam mit dem leider schon verstorbenen Essener Kollegen Dieter Göden eingesetzt hat für den Aufbau der KAB in den neuen Bundesländern. In Wolmirstedt, Halle, Torgau, Coswig und Ottersleben hat er seine Spuren hinterlassen.

Und nach dem Motto „ es gibt ein Leben nach der KAB“ übernahm er von seinem Vorgänger Rudi Gremm von 1996 bis 2009 das Amt des Diözesanobmanns unserer Alten- und Rentnergemeinschaft (ARG). Heute arbeitet Franz Krollmann noch an der Chronik des Diözesanverbandes, in der auch sicherlich seine persönlichen Erinnerungen auftauchen werden. -bursch

„Soziale Gerechtigkeit“ schreiben sich im Wahljahr alle Parteien auf ihre Fahnen. Um herauszufinden, was damit in der politischen Praxis gemeint sein könnte, hatte ein breites Sozialbündnis aus DGB, Katholischer Arbeitnehmerbewegung (KAB), der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Demokratischen Initiative Paderborn (DIP), dem Linken Forum, dem Paderborner Arbeitslosenzentrum (PadAlz), Attac, dem Alevitischen Kulturverein und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) die Paderborner Bundestagskandidierenden zu einer Podiumsdiskussion in das AudiMax der Theologischen Fakultät eingeladen. Titel der Veranstaltung: „Gewählt wird Politik – wie sozial soll sie sein?“

KAB trauert um Ferdi Ibers

Nach schwerer Krankheit verstarb im 76. Lebensjahr am 28. Februar Ferdi Ibers, KAB-Vorsitzender in Bad Driburg. Über 20 Jahre hatte er dort die Geschicke des Vereins geleitet und war lange Jahre aktiv als stellvertretender Vorsitzender im Bezirksvorstand der KAB Paderborn/Höxter.

Mit seiner humorvollen Art hat er es immer wieder verstanden, Menschen zu motivieren und er war da, wenn man ihn brauchte. Mit großer Freude hatte er in den letzten Jahren u. a. als Messdiener bei den Diözesanwallfahrten nach Werl zur Verfügung gestanden (s. Foto). Wir werden ihn vermissen.

In diesen Tagen der Trauer denken wir an seine Familie – was bleibt, ist die Erinnerung. Das Seelenamt ist am Mittwoch, 6. März um 9 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Bad Driburg, anschießend die Beisetzung auf dem Westfriedhof. -bursch

Eine Ära geht zu Ende - Konrad Nagel-Strotmann neuer Bezirksvorsitzender

Man konnte schon einen gewissen Hauch von Wehmut im großen Saal des Hotels Aspethera (Paderborn) wahrnehmen, als die Bezirksvorsitzende die Delegierten aus dem Nachbarbezirk Ostwestfalen-Nord und aus „ihrem“ Bezirksverband begrüßte. „Ich bin ein wenig aufgeregt, schließlich stehe ich in dieser Funktion zum letzten Mal vor Euch.“ – Nach 18 Jahren im Amt der Bezirksvorsitzenden wollte Magdalena Brieden sich nicht für eine erneute Kandidatur zur Verfügung stellen. Mit großen Applaus und kleinen Geschenken, die die Freundschaft erhalten, dankten ihr die Anwesenden für ihr unermüdliches Engagement um unseren Verband. Und ihr „Wunschnachfolger“, Konrad Nagel-Strotmann (s. Foto links), erhielt dann auch 100% der Stimmen – das macht Mut für den Führungswechsel. Auf Ferdi Ibers, der das Amt des Stellvertreters ebenfalls 18 Jahre innehatte, folgte die Paderbornerin Iris Marzeion, ihr Ehemann Martin wurde zum neuen Schriftführer gewählt. Hans-Josef Fabritz, der zum Jahresende sein ehrenamtliches Servicebüro schließt, wurde ebenfalls einstimmig mit der Verwaltung der Finanzen betraut. Neue und alte Beisitzer im Bezirksvorstand sind: Magdalena Brieden, Ferdi Ibers, Monika Gruber, Margret Filmar, Reinhard Schneider, Jürgen Lengeling und Ursula Thiele.

Im Bezirksverband Ostwestfalen-Nord stand nur eine Wahl an: Reimund Steinbeck (Schloss Holte-Stukenbrock), im vergangenen Jahr gemeinsam mit Heinz Thygs (Herford) zum stellvertretenden Bezirksvorsitzenden gewählt, hatte sich einen Ruck gegeben und gemeint: wenn mich die Delegierten wählen, dann übernehme ich auch das Amt des Vorsitzenden. Und er wurde gewählt mit einer überwältigenden Mehrheit. – Allen alten und neuen Vorstandsmitgliedern herzliche Glückwünsche und viel Freude und Erfolg im Ehrenamt.

Mit großer Freude begrüßten die Teilnehmer des Bezirkstages nach der Mittagspause den CDA-Bundesvorsitzenden und CDU-Fraktionsvorsitzenden im Düsseldorfer Landtag, Karl-Josef Laumann, der sich anl. seines Besuches in Paderborn sogar eine KAB-Krawatte umgebunden hatte. „Die katholische Soziallehre – aktueller denn je für eine menschliche Gesellschaft“ – so war seine mehr als einstündige, eindrucksvolle Ansprache überschrieben.  Er rief dazu auf, das christlich-soziale in unserem Land hoch zu halten, gelingt uns das nicht, dann wird es auch bald kein christliches Menschenbild mehr geben.

Im Abschlussgottesdienst in der Busdorfkirche dankte Bezirkspräses Bernhard Henneke noch einmal den ausscheidenden Verantwortlichen Brieden und Fabritz und erinnerte sich: als ich euch kennenlernte war ich überrascht, dass es immer noch Menschen gibt, die sich so stark für eine Sache einsetzen wie ihr beiden. Und er gab den Delegierten mit auf den Weg: „Es kommt nicht darauf an, ob wir viele sind oder weniger werden. Es kommt darauf an, dass wir als Berufene unseren Weg in der KAB gehen.“

Der nächste gemeinsame Bezirkstag soll am 26. Oktober 2013 stattfinden, dann in der St. Ansgar-Gemeinde in Minden. -bursch

7. Domstadtgespräch

Finanzkrise: Ursachen und Auswege

„Die weltweite ‚Finanz- und Bankenkrise’ belegt erneut, dass die kapitalistische Wirtschaftsweise die Gier Weniger zur Maxime und Struktur erhebt. Haften muss bei einem Crash die Allgemeinheit. Die Verursacher werden geschont und unzureichend zur Verantwortung gezogen.“

Auf diese Position hat sich der Bundesverband der Katholischen Arbeitnehmerbewegung KAB in seinem Grundsatzbeschluss 2011 festgelegt. Nachdem die KAB im Bezirk Paderborn/Höxter schon ein CDU- und attac-Mitglied sowie einen Spitzenbanker zum Gespräch hatte, sollen jetzt deren Einschätzungen auf dem Hintergrund des KAB-Beschlusses analysiert und bewertet werden. Einführen und als Gesprächspartner zur Verfügung stehen wird an diesem Abend Dipl.-Theol. Konrad Nagel-Strotmann aus dem KAB-Bezirksvorstand Paderborn-Höxter.

Termin dieses 7. Domstadtgespräches ist der 12. September 2012 (Mittwoch). Es beginnt um 19:00 Uhr in der Cafeteria der Kulturwerkstatt, Bahnhofstr. 64, 33102 Paderborn

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen!

Staatsschulden - Eurokrise

Unter dieser Überschrift legte Dr. Richard Böger, Vorstandsvorsitzender der Bank für Kirche und Caritas in Paderborn, vor knapp 40 Zuhörerinnen und Zuhörern seine volkswirtschaftliche Analyse zum gegenwärtigen Finanzgeschehen vor. Böger war nicht nur Referent dieses Abends, sondern hatte auch die „Domstadtgespräche“ der KAB aus dem Bezirk Paderborn-Höxter in den neu gestalteten Räumen seiner Bank zu Gast.

Nach Auffassung Bögers ist die gegenwärtige, europaweite Finanzkrise deswegen so schwierig, weil sich in ihr mehrere unterschiedliche Krisen gegenseitig anstecken: die Vertrauenskrise von Kreditgebern und Investoren, die Entscheidungskrise zwischen Finanzmarkt und Politik, die „Nationalstaatskrise“, die fragt, ob Europa nicht inzwischen viel zu weit geht, und nicht zuletzt die Demokratiekrise, in der nicht klar ist, was bei Auflagen für ein verschuldetes Land passiert, wenn die Wähler „falsch“ wählen. 

Die Staatsverschuldung, die in den letzten 35 Jahren nicht nur in den europäischen Ländern angestiegen ist, habe unterschiedliche Gründe, aber vor allem ganz unterschiedliche Auswirkungen gehabt. Während etwa in den USA die Verschuldung so groß ist wie in keinem Euroland, komme es hier nicht zu solchen Krisenerscheinungen, weil die US-amerikanische Notenbank jederzeit bereit ist, Staatsanleihen zum vollen Ausgabepreis wieder zurückzukaufen. Dafür würde auch „Geld gedruckt“ und Inflation in Kauf genommen. Das Vertrauen der Finanzmärkte sei so zentral für das Funktionieren der Wirtschaft, dass es auf alle Fälle durch eine solche staatliche Garantie auf die Wertbeständigkeit der Investitionen erhalten werden müsse. Ziel einer solchen Geldpolitik sei eine funktionierende Wirtschaft und nicht nur die Vermeidung von Inflation, wie bei der Bundesbank oder der Europäischen Zentralbank. 

Auch wenn vieles im europäischen Wirtschaftsraum nicht mit den USA vergleichbar sei, plädierte Böger dennoch für ein Lernen von der US-amerikanischen Politik: Zwar sei der europäische Fiskalpakt ein Mittel, das Vertrauen der Finanzmärkte zu stützen, er reiche aber nicht aus. Denn ein Land in der Krise kaputt zu sparen führe auf die Dauer nur zur Krise auch der mit ihm verflochtenen Volkswirtschaften. Lediglich das Staatsdefizit zu reduzieren sei Gift für die Konjunktur. Böger plädierte dementsprechend für deutliche europäische Wachstumsprogramme gegenüber angeschlagenen Staaten. 

Die anschließende Diskussion zeigte deutlich, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer nicht nur aus Solidarität mit der KAB gekommen waren, sondern dass ihnen das Thema unter den Nägeln brennt und sie sich zum Teil schon länger mit der Finanzkrise, ihren Ursachen und möglichen Lösungen auseinander setzen. Dieser Abend in der Bank für Kirche und Caritas war schon die zweite KAB-Veranstaltung zu diesem Thema, und der KAB-Bezirksverband wird in seiner Gesprächsreihe der „Domstadtgespräche“ dieses Thema fortsetzen. - Text: K. Nagel-Strotmann - Foto: B. Schlottmann

Apfelbaum gepflanzt                                                                                                                                  Maiandacht an der "Hilligen Seele"

Zur traditionellen Maiandacht trafen sich zahlreiche Frauen und Männer der KAB aus dem Bezirksverband Paderborn-Höxter, in diesem Jahr an der Kapelle „Zur hilligen Seele“ in Dörenhagen.

Die „Hillige Seele“ kann inzwischen auf eine mehr als 1.000-jährige Vergangenheit zurückblicken und steht im Schutz von sehr alten Lindenbäumen, nahe der alten Pilgerstraße von Mainz nach Hamburg, ein Ort „tiefgläubiger Kreuzverehrung“. Gemeinsam mit Diakon Hans-Josef Fabritz beteten die Teilnehmer und sangen Lieder zu Ehren der Gottesmutter. Fabritz ging in seiner Ansprache auf den Benediktinermönch Hermann von Altshausen ein (Hermann von Reichenau oder auch Hermann der Lahme), der sich als spastisch Gelähmter im Kloster am Bodensee zu einem musikalischen und mathematischen Genie entwickelte. Auf ihn geht das immer wieder gesungene Marienlied „salve regina, mater miserecordia…“ zurück, welches dann auch vor der Kapelle angestimmt wurde.

Vor der Andacht hatten die KAB’ler aber noch ein nachhaltiges Zeichen gesetzt: unmittelbar neben eine der am Weg zur Kapelle stehenden Kreuzwegstationen wurde ein Apfelbäumchen gepflanzt, das die Bezirksvorsitzende Magdalena Brieden aus Paderborn mitgebracht hatte. Aber nicht irgendeinen Apfelbaum, sondern ein Baum, der von Erzbischof Becker im Rahmen der Aktion Schöpfungszeit zur Verfügung gestellt wurde. Er selbst hatte bereits Mitte April einen Baum in Paderborn gepflanzt und weitere Obstbäume an die Vertreter und Vertreterinnen des Diözesankomitees aus den 19 Dekanaten verteilt, damit diese die Aktion in das Erzbistum tragen können. Außerdem erhielten die Vertreter der Jugend-, Erwachsenen - und Caritasfachverbände einen Baum, um für die Schöpfungszeit 2012 auch bei ihren Verbänden zu werben. – Bereits in seinem Fastenhirtenbrief 2012 unter dem Titel "Gottes Garten neu zum Blühen bringen" greift Erzbischof Hans-Josef Becker das Bild des Gartens für die neuen pastoralen Räume auf. Er ermutigt darin, "in dieser Zeit des Wandels und Neubeginns die Gartenlandschaft unserer Kirche mitzugestalten".

Der Wunsch der KAB-Frauen und Männer an das Bäumchen: es möge wachsen, Früchte tragen und so groß werden wie die Linden an der Hilligen Seele. -bursch

Kreuzweg der Arbeit 2012

Selbst von Bielefeld und Höxter waren wieder Mitglieder der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB) nach Paderborn gekommen, um in der vorösterlichen Zeit den Kreuzweg zu beten.

Sie versammelten sich aber nicht hinter Kirchenmauern, sondern an Orten der Stadt, die etwas von den Anliegen der KAB symbolisieren: Vor dem historischen Rathaus beteten sie für das politische Engagement der Bürgerinnen und Bürger, ohne das unsere Gesellschaft nicht funktionieren könne. Politik dürfe also nicht zu einem Wettbewerb zwischen den fotogensten und geschwätzigsten Personen verkommen, die gut frisiert in Talkshows Banalitäten von sich gäben, weil sie glaubten, Anspruchsvolles sei dem Wähler nicht zuzumuten.

In der Einkaufszone beklagte die KAB die seit zwanzig Jahren immer weiter ausgedehnte Erosion der Ladenschlusszeiten, insbesondere der Sonn- und Feiertagsruhe. Die sei zum Teil durch Gesetzesnovellen vorangetrieben worden, zum Teil aber auch direkt gegen bestehende Gesetze provokativ umgesetzt worden.

Vor der Agentur für Arbeit machten die Betenden darauf aufmerksam, dass Arbeitslosigkeit keineswegs nur ein individuelles Problem der Betroffenen und ihrer Familien ist, sondern dass sie die gesamte Gesellschaft schädigt. Darum beteten sie besonders für die 11.000 entlassenen Mitarbeiterinnen von Schlecker, die gerade erst von entscheidenden Politikern ihrem Schicksal überlassen wurden.

Seinen Abschluss fand der Kreuzweg vor der Herz-Jesu-Kirche mit der Bitte um Gottes Hilfe für die KAB, die ausgegrenzten Menschen, und damit den leidenden Christus, nicht alleine zu lassen. - KNS

Vielfachkrisen und kein Ende? Die Zivilgesellschaft macht mobil!

Unter diesen Überschriften stand das erste „Domstadtgespräch“ dieses Jahres, zu dem der KAB Bezirksverband Paderborn-Höxter den Vor- und Querdenker Joachim Sikora aus Troisdorf als Referenten eingeladen hatte. Und seine Thesen waren wirklich geprägt von einer hohen Brisanz. Sikora nahm kein Blatt vor den Mund als er feststellte, dass es „Geld wie Mist“ gäbe. Zwei bis drei Prozent des Geldes reichen für die täglichen Realgeschäfte aus, 97 Prozent ist „Spekulationssport“. Den Hedgefonds erteilte er eine eindeutige Absage und brachte dabei den Begriff des „Banksters“ ins Spiel.  Hart ins Gericht ging er auch mit den Ratingagenturen, die nur der finanztechnischen Aufschaukelung dienen. Der Diplom Pädagoge und ehemalige Institutsleiter (KSI Bad Honnef) legte dar, dass Reparaturen allein unser System nur „verschlimmbessern“. – Wir brauchen einen gesellschaftlichen Architekturwettbewerb, war sein Grundtenor zum Ende der Veranstaltung. Er hofft auf gemeinsame Schnittmengen, um seine Modelle und Visionen nach vorn zu tragen.

Bezirksvorstand in Hardehausen

 

In die Abgeschiedenheit des Eggegebirges hatte sich der Bezirksvorstand der KAB Paderborn-Höxter zu einer Klausurtagung in die Landvolkshochschule „Anton Heinen“ in Hardehausen zurückgezogen. Gemeinsam mit Walter Wolf, dem Leiter des Joseph-Gockeln-Hauses der KAB in Rahrbach, zog man an dem roten Faden, um Orientierungen für den Bezirksverband und die Vereine am Ort zu finden. (BS 21-05-11)

Kreuzweg der Arbeit inPaderborn

Der Kreuzweg der Arbeit stieß auch in Paderborn auf ein positives Echo. Angeregt durch die langjährigen Erfahrungen im KAB Bezirksverband Dortmund wurde die kreuztragende Gruppe in der Bischofsstadt sehr wohl wahrgenommen. Fazit der Organisatoren und der Teilnehmer: im nächsten Jahr gehen wir wieder durch die Straßen Paderborns.  (BS 14-04-11)

Auf den Spuren von Nikolaus Groß in Berlin

Auf den Spuren von Nikolaus Groß waren mehrere KAB-Freundinnen und Freunde aus dem ganzen Diözesanverband in der Bundeshauptstadt. Tief bewegt waren alle von den Örtlichkeiten in Plötzensee, aber auch von der Führung durch das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen (Foto). Es war für alle unfassbar, mit welchem Psychoterror und körperlicher Gewalt das DDR-Regime in viele Familien bis zum Mauerfall hineingewirkt hat. Ein Besuch im Reichstag bei Dr. Carsten Linnemann MdB aus Paderborn stand ebenso auf dem Programm wie auch eine Schiffstour als Stadtführung auf der Spree.  (BS 01-04-11) 

Im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen

Im Deutschen Bundestag mit Dr. Carsten Linnemann MdB

Gemeinsamer Bezirkstag in Bad Driburg

Zum gemeinsamen Bezirkstag der KAB-Bezirke Paderborn-Höxter und Ostwestfalen Nord trafen sich am 30.10.2010 in Bad Driburg rund 100 Delegierte. Als Gastrednerin sprach Frau Dr. Regina Görner /Vorstand IG Metall und ehem. Landesminsiterin im Saarland) vor den Delegierten zu den "Perspektiven am Arbeitsmarkt". Dabei hatte sie vor allem die Jugendlichen und jungen Absolventen im Blick.

Bericht "Neue Westfälische"

„Glaube und Glaubwürdigkeit in der Politik“ – unter diese Überschrift hatte der KAB-Bezirksverband Paderborn-Höxter zu seinem zweiten Domstadtgespräch eingeladen und konnte bereits bei der 2. Auflage mehr als doppelt so viele Gäste im CDU-Center begrüßen als bei seiner Premiere. Glaube und Glaubwürdigkeit  in der Politik – gibt es das überhaupt und was hat das eine mit dem anderen  zu tun?  Diesen und weiteren Fragen stellte sich Bernd Schulze-Waltrup, der als kompetenter Gesprächspartner für dieses Thema gewonnen werden konnte.

Kontakt

Vorsitzender:

Konrad Nagel-Strotmann
Ettelner Weg 15
33100 Paderborn

Telefon: 0 52 51 / 14 29 839

konrad.nagel-strotmann@t-online.de

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