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Die Stadtallianz Hamm kritisiert anlässlich des „Tags des freien Sonntags“ am 3. März die zunehmende Wochenendarbeit in Deutschland. „Für immer mehr Beschäftigte wird der Sonntag zum Werktag. Laut Statistischem Bundesamt haben 14,5 Prozent der Erwerbstätigen 2011 regelmäßig sonntags gearbeitet. 1992 waren es noch 10 Prozent. „Sonntagsarbeit darf nicht von der Ausnahme zur Regel werden. Der Tag muss für Familie, Erholung und Besinnung reserviert bleiben“, findet KAB-Sekretär Burkhard Schlottmann als Sprecher der Hammer Stadtallianz. Die KAB tritt dafür ein, den Schutz des Sonntags in der Arbeitszeitrichtlinie der Europäischen Union zu verankern. „Der arbeitsfreie Sonntag gehört schließlich zu unserer christlichen Kultur“.

Immer mehr Menschen klagen über Druck und Stress im Job. Der Sonntag schafft Raum für einen Ausgleich. „Wer den Beschäftigten den Ruhetag nimmt, gefährdet ihre körperliche und seelische Gesundheit.“ 

Der „Internationale Tag des freien Sonntags“ wird in jedem Jahr am 3. März begangen. Die Allianz für den freien Sonntag, ein Bündnis aus kirchlichen Verbänden und Gewerkschaften, erinnert so an den 3. März des Jahres 321: damals erklärte Kaiser Konstantin den Sonntag im Römischen Reich zum Ruhetag. Für diesen Ruhetag wird sich auch in Hamm das Bündnis aus Gewerkschaften, KAB, kfd, KKV, Hammer Frauenverbänden und der evangelischen  Kirche in Hamm weiterhin einsetzen. So wird begrüßt, dass die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage in 2013 deutlich geringer ausfallen soll als im Vorjahr. Die Häufung im Dezember führt jedoch dazu, dass innerhalb von nur zwei Wochen sehr kurz hintereinander zwei verkaufsoffene Sonntage stattfinden sollen. Es wird zu bedenken gegeben, dass auf diese Weise die Advents- und Weihnachtszeit von einer Zeit der Besinnlichkeit und für die  Familien immer mehr zu einer Zeit des Konsums verändert und wirtschaftlichen Gesichtspunkten untergeordnet wird. -bursch