KAB Diözesanverband Paderborn

15.09.2020

Bayerns Katholiken stellen sich gegen zusätzliche Markttage

Die KAB unterstützt das Anliegen des Landeskomitee der Katholiken in Bayern keine zusätzlichen Sonntagsöffnungen im Freistaat zuzulassen.

„Pandemiebeschränkungen dürfen nicht als Einfallstor für illegale Sonntagsöffnungen genutzt werden“, erklärte Bundespräses Stefan-B. Eirich.

Die Katholiken im Freistaat Bayerns wehren sich gegen Bestrebungen von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, mehr Marktsonntage im Freistaat einzuführen. „Mit kalkulierbarer Regelmäßigkeit unternimmt Hubert Aiwanger Vorstöße, den Sonntagsschutz zu unterminieren. Sein jüngster Brief an die bayerischen Kommunen, bis zu vier Marktsonntage pro Jahr durchzuführen, ist ebenso überflüssig wie gefährlich“, erklärt Joachim Unterländer, Vorsitzender des Landeskomittees der Katholiken  in Bayern.

Der Vorsitzende des Laiengremiums verweist darauf, dass die erweiterten Öffnungszeiten im Handel während der Coronakrise kaum genutzt wurden. „Dies zeigt überdeutlich“, so Unterländer, „dass die Menschen den Sonntag als Tag der Arbeitsruhe erhalten wollen.“ Unterstützung erhält das Landeskomittee auch vom Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung. Der Stadtchef der Freien Wähler bezeichnete das Schreiben Aiwangers an die Kommunalpolitiker als "widersprüchlicher geht nicht!", denn gerade viele Stadtfeste mussten wegen Corona und den Landesbestimmungen abgesagt werden.

Sonntagsöffnungen belasten Beschäftigte

Zudem sind die Beschäftigten im Einzelhandel mit weiteren Sonntagsöffnungen zusätzlich belastet. „Hier wird versucht den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern noch mehr abzuverlangen, als sie jetzt schon mit den Corona-Maßnahmen leisten müssen“, erklärt Bundespräses Stefan Eirich. Kurzarbeit und niedrige Löhne hätten zudem die Portemonnaies der Kunden gelehrt. Wer dem Einzelhandel helfen will, müsse die Löhne und den Mindestlohn auf 13,96 Euro pro Stunde anheben. Eirich warnte die Politik den im Gesetz vorgeschrieben Anlassbezug bei Sonntagsöffnungen zu unterlaufen. „Die Allianz für den freien Sonntag wird den Klageweg nutzen“, so Eirich.

Zusätzliche Sonntagsöffnungen gefährden die Gesundheit der Beschäftigten im Einzelhandel und der Besucher. Foto: Rabbe

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